Ich sehe das eher wie Stefan. Gutes 3D ist HighTech, es fordert hohes technisches Können UND hohes visuellen Können. Nur die Kombination bringts. Daher ist es kein 08/15-Mittel. Nach wie vor.
renderbaron
Ich sehe das eher wie Stefan. Gutes 3D ist HighTech, es fordert hohes technisches Können UND hohes visuellen Können. Nur die Kombination bringts. Daher ist es kein 08/15-Mittel. Nach wie vor.
renderbaron
du hast vollkommen recht.
eine architektin wollte neulich eine visualisierung für ein bauschild, umsonst, denn sie würde auf jenes schild auch unseren namen schreiben, kostenlose werbung für uns.
ich hab ihr gesgt: bau mir ein haus, für umsonst, ich schreib auch deinen namen drauf…danach war ruhe. eine unsitte sowas…
wir arbeiten gelegentlich für architekten, die an einem wettbewerb teilnehmen (und selbst nicht oder wenig dafür bekommen), dann kalkulieren wir mal ganz knapp, und bei erfolg gibts eine art erfolgsbeteiligung - wir haben noch nie einen wettbewerb verloren…
grüsse, leo
Nein, da würde ich entschieden widersprechen. Allein beim Abstraktionsvermögen scheitert es doch schon bei vielen “Normalbürgern”, wenn die auch nur einen Wireframe sehen - die wissen oft nicht, wo welcher punkt denn nun im virtuellen Raum sein könnte. Da muss man noch nicht mal an Shading, Partikeleffekte usw. denken. Sicher gibt es Parallelen zu anderen Berufen wie CAD-Operator oder Fotograf, aber ich würde mal sagen, bei uns macht es die geballte Kombination aus allem. Wenn man’s nicht als Hightech bezeichnen mag, sollte man doch zumindest anerkennen, dass wir alle sehr anspruchsvolle, ja teilweise exotische Dinge machen. Das muss keinerlei Entwertung anderer Berufe/ Arbeitsabläufe sein, aber im Vergleich zu uns hat nun mal eine Supermarktverkäuferin relativ wenig ambitionierte Dinge abzuwickeln. ;o) Selbst wenn du dich in der Medienbranche umschaust, gibt es eien große Masse an Leuten, die von den Möglichkeiten der 3D-Animation keine Ahnung haben, geschweige denn jemals mit einem 3D-Programm selber arbeiten. Ich will’s nicht mit der Exklusivität übertreiben, aber 3D ist noch weit davon entfernt “nur ein Mittel unter vielen” zu sein. Der Aufwand ist noch zu groß und es ist oft noch zu teuer und solange sich das nicht ändert, wird es nie wirklich Mainstream werden.
Mylenium
Du hast 3D geschrieben, nicht “Gutes 3D”. Was aber auch nicht viel ändert, “Gutes” 3D ist eine subjektive und daher willkürliche Definition, die vielleicht dem Ego schmeichelt, nicht aber 3D über andere Mittel hebt. Jede visuelle Arbeit benötigt Können (im Idealfall). Und jede kann Hightech sein.
edit: huch, da hab ich euch beide durcheinander geworfen. Von “3D” hat leika47 geschieben ![]()
Da gebe ich euch Recht, gute 3D Arbeiten sind naja ob “hightech” der richtige Begriff ist, mag man anzweifeln.
Aber es ist für den Auftraggeber ein Statussymbol, weil es sich nicht jeder leisten kann, den unterschied zwischen professionell und hobbie erkennt heutzutage sogar mittelmäßige laien recht schnell, so groß ist die Lücke dazwischen.
Drum mag ich mal sagen es ist eher ein i Tüpfelchen zu dem generellen Auftreten/nach aussen Präsentation einer Firma, sofern es in ihre Branche passt. Ob man hier von Coporate Design/Identity reden sollte, mag ich mal in Frage stellen, drum hab ichs oben bewusst nicht benutzt.
Zu dem Pitch Problem, ich denke es kommt auch sehr auf den Ausrufer des Pitches an, irgendeine nicht wirklich bekannte Firma xY oder jemand der konstant in den Medien vertreten ist. Bei diesen Firmen hängt ja nicht nur der grade ausgerufende Pitch dran, sondern meist ein Inventar von zb 6 Monaten der folgenden Aufträge die auch vorher schon in dem Ausschreiben drin stehen bzw auf nachfragen kriegt man da auch sicherlich Auskunft über den Inventar bzw ob es einen gibt oder nicht.
Bei diesen Fällen sind auch unbezahltes Teilnehmen an Pitches nicht grade schädlich für den Betrieb, im Gegenteil da hast du sofern man die Zusage bekommt für das nächste halbe bis Jahr erstmal deine finanzielle Zukunft gesichert.
Noch eine Anmerkung:
Ich würd bei den ganzen Überlegungen auch mal die “Neulinge” in der Szene in betracht ziehen, die vll nicht über eine Jahrelange Portofolio oder Showreel verfügen und drauf zurück greifen können um neue Aufträge/Anstellungen zu bekommen.
Diese Jungen teils vll sogar sehr arrangierten und begabten Leute haben in der jetzigen Marktsituation garkeine andere Möglichkeit auf sich Aufmerksam zu machen als diese Ausschreibungen von Aufträgen..
nicht jeder hat das Glück direkt nach dem Studium etc in eine Firma aufgenommen zu werden die auch noch zu den wenigen gehört die nicht nach Projektende 50% ihrer Mitarbeiter feuert und erst bei zusage des nächsten Großprojekts neue sucht..
Darum würd ich nicht sagen das Pitches 4 nothing absolut falsch sind .. sicherlich Alten Hasen kostet das lokrative Jobs .. aber wir haben alle mal ganz klein Angefangen ..
sci
Hallo Mattin,
natürlich gebe ich Dir recht, ich habe es veilleicht etwas reißerisch formuliert ;]
3D ist ein Werkzeug, genauso wie die Fotografie. Wobei auch die professionelle Fotografie mit Ihrer Bandbreite als HighTech zu bezeichnen ist und sich extrem vom einfachen Digi-Knipser unterscheidet.
Ich wollte 3D damit nicht aus anderen Werkzeugen herausheben, sondern deutlich machen, dass es sich um keine reine Hobbyisten-Spielerei handelt.
Gruß Stefan
Gibt es da eie Quelle? Der Mensch hebt sich ja grad durch sein Abtrakstionsvermögen von anderen Lebensformen ab. Mag ja sein, dass ich dreidimensionaler Denken kann, aber dafür hab ich handwerklich zwei linke Hände. Warum soll nun das eine wichtiger sein als das andere?
Ich will’s nicht mit der Exklusivität übertreiben, aber 3D ist noch weit davon entfernt “nur ein Mittel unter vielen” zu sein. Der Aufwand ist noch zu groß und es ist oft noch zu teuer und solange sich das nicht ändert, wird es nie wirklich Mainstream werden.
Exklusivität ist kein Zeichen von Qualität. Und es stimmt auch nicht, was du sagst. Ich bekomme überall 3D Bilder oder Animationen, so wie ich überall einen Maurer, Grafiker oder Sänger engagieren kann. Für welches Geld, das kann in jedem Fall sehr unterschiedlich sein.
ich verstehe Deine Argumentation, aber wo liegt der Sinn in kostenloser Arbeit?
Diese Menschen haben sich monate- oder jahrelang in 3D fortgebildet und eventuell schon ein recht hohes Level erreicht. Jetzt absolvieren sie Ihren ersten Auftrag fast für Umme. Von was? Wovon wollen sie die Rechner für die Animationen bezahlen, geschweige denn die Lizenzkosten? Also wird mit Hobbymethoden gearbeitet, der Auftraggeber erwartet jedoch ein hochwertiges Produkt. Ob das gut geht?
Sagen wir, das ging gut, dann kommt der Auftraggeber jetzt ein zweites mal. Und wie es weiter? Das nächste Mal darf es das doppelte kosten?
Das glaube ich nicht… der Folgeauftrag darf immer noch mal einen Tick günstiger sein. Schließlich hat man sich ja schon eine goldene Nase verdient.
Ich möchte gerade diese Menschen davor warnen, sich selbst das Wasser abzugraben. Investiert Eure Zeit lieber in sinnvolle Ideen und gezielte Bewerbungen,
Gruß Stefan
scheinst mir einer der wenigen zu sein, die den stand realistisch einschaetzen..
theorien über die sinnesempfindliche evolution vom rudimentären humanoiden bis hin zum 3d-nerd sind.. gewagt.. ![]()
Im Prinzip hast du schon Recht, aber sehen wir doch mal das Verhältnis für solche Berwerbungen und Pitches an.
Vorher sollte man sich aber im klaren sein das man das ganze auf Semi bis Full Professionalität handeln sollte.
Aber:
Selbst eine Teilnahme bei der nichts rumkam, so ist das “Ergebnis” also die Arbeit die man geleistet hat nicht umsonst .. zum einen hat man wieder etwas dazu gelernt, gehen wir mal davon aus das wir grade in der 3D Branche niemals auslernen werden, auch wenn man schon seit über 20 Jahren oder länger in der Szene arbeitet.
Zum anderen kann man diese Konzepte/Visialisierungen immernoch bei Absage als allgemeine Refferenz für die folgenen zb von dir genannten spezifischen Bewerbungen nutzen.
Nur die Absage macht die Arbeit ja nicht wertlos/nutzlos ..
Zu der Bezahlung, nein da muss ich dir Teils wiedersprechen, sicherlich sind einige dabei die dann fordern das der folge Auftrag günstiger sein muss oder es gibt auch einige schwarze Schafe, wie ich sie gerne bezeichne die sogar von der erst Rechnung eine Summe x einfach mal abziehn mit grade der Argumentation “sie haben ja jetzt einen Potenziellen Neukunden” das können bei größeren Aufträgen auch gut mal einige zehntausend Euro sein, aber:
Generell ist es doch so das es bei den von mir gemeinten Inventaren meist ein Fix Budget gibt, welche Summe für das zb nächste halbe Jahr die Firma bekommt für die Werbekampangen etc.
Darüber kann man sich vorher Einkunft einholen und sich dann vor Teilnahme überlegen ob ich für dieses Budget die nächste Zeit arbeiten will oder kann.
Trotzdem:
In dem Punkt geb ich dir Recht, vll ist er auch bei mir nicht ganz klar rüber gekommen..
Lieber feste Aufträge/Anfragen ab arbeiten und damit sich seine täglichen Brötchen verdienen als diese Pitches, aber jeder der in Agenturen mal gearbeitet hat oder vll sogar geleitet hat weiß es gibt immer wieder Durststrecken in denen man aquirieren muss .. und wieso da nicht mal an einem kostenlosen Pitch teilnehmen mit fix Budget bei zusage .. das muss man für sich selbst abwegen was die vor und nachteile solcher aktionen sind.
sci
Natürlich liegt kein Sinn in kostenloser Arbeit. Da ich aber aus Werbegrafikerfahrung sagen kann “ohne kostenlosen Entwurf bekommt man quasi überhaupt keine Aufträge”, weil sich die Auftraggeber im riesigen Pool williger und engagierter Konkurrenten sofort jemanden rauspicken können, ist das leider so! Daß das nicht besser sein kann, beweist schon der allgemeine Verfall von Fähigkeiten und Kenntnissen in Fritz-Land (siehe der_Hammer.de). Nur noch BILLIG zählt inzwischen. In jeder Branche werden die Arbeitnehmer über den Tisch gezogen - der perfekteste Kapitalismus besteht eben darin, die meiste Arbeit für gar kein Geld zu bekommen und wir sind auf dem besten Weg!
Leika47 hat Recht, aber wenn Rechner und Programm schon mal da sind, werden sie natürlich auch genutzt, dann kann man quasi auch umsonst was anbieten, um weiterzukommen. Aber ich kann mir als 3D-Nichtprofi keine neue Version oder einen anderen Renderer oder einen neuen Super-PC leisten - ergo werden meine 3D-Versuche zwangsläufig immer rückschrittlicher, während die Unis ununterbrochen neue “Designer” ausspucken.
Und zur Besonderheit von 3D: es ist Hightech, weil man 1. ein ziemlich gutes Equipement braucht, um annehmbare Ergebnisse zu liefern und weil man 2. tatsächlich sich mit so viel Mathe und Logik und Abstraktionen herumschlagen muß, um einen banalen Avatar oder eine Kinetik zu machen. Zeichentrick wär da intuitiver. Lichtsetzung und Konzeption würde ich eher mit Fotografie vergleichen, Modelling mit Bildhauerei.
Shinji
ich werde niemals behaupten 3d sei nur den “3d-evolutionierten” Menschen vorbehalten.
Nein, 3D ist ein Handwerk, das im Profisektor als Highend anzusehen ist.
Ebenso wie andere Bereiche auch.
Gruß Stefan
Ich lach mich immer noch schlapp wenn,
ich das lese. Heeerrlich!
Mein Lieblings Kommentar:
“Das wird mit der Rolle gemacht. Inne Farbe rein, übers Abtropfgitter und auffe Tapete. Abrollen, Zack, Fertig! Das mach ich nun so seit 20 Jahren. Wie mein Vater davor und davor mein Großvater.”
zampo
also die einzige Aktion die ich als sinnvoll erachte um einen neuen Kunden/Job zu gewinnen ist das verweisen auf das eigene Portfolio (Demoreel/website) und ein persönliches gespräch in dem man den Aufwand und den Mehrwert seiner potentiellen Arbeit kommuniziert.
Soll heißen die Arbeit ein relativ genaues Angebot zu erstellen ist für mich schon pitching genug. Ich will schließlich an Qualität verdienen und nicht an Masse.
–> Mein Aufruf an alle: VERWEIGERT EUCH DEM PREISKAMPF (Ihr könnt nur verlieren)
jm2c
Volker
ja das ist absolut klasse…
wer noch mehr Blog zum Thema Pitch will, kann ja mal hier gucken:
http://www.marketing-blog.biz/blog/archives/551-Trainingslager-gegen-Pitch-Misserfolg.html
Gruß Stefan
Was hast Du denn dagegen einzuwenden? Stimmt doch, oder? Sooo male ich meine Tapeeten immer an, feddich! Nich mitm dicken Modorteil, neeee, midde Hände mustu dat mache! Da jeht nix drüba!
![]()
Ich habe doch nicht gesagt, dass das einige wichtiger ist, als das andere, aber jemand, der nicht seine 3 Punkte für dreidimensionale Abstraktion bei 'nem IQ-Test zusammenkriegt, wird wohl kaum in unserer Branche arbeiten und das ist nun mal ein nicht unerheblicher Teil der Bevölkerung.
Aber du wirst doch anerkennen, dass sich niemand ein 3000 EUR 3D-Programm zulegt, wenn er nicht der Meinung ist, dass er dadurch einen bestimmten Markt erschließen kann und sich von anderen abhebt? Ob er diese vermeintliche inherente Qualitätssteigerung durch blosses Nutzen “besserer” Programme in irgendeiner Form auch ausschöpft, ist ein ganz anderes Thema.
Öhm, nö. Hier läßt du einfach außer Acht, dass dein Wissen von deiner Sicht als Insider und deinem Fachwissen geprägt ist. Genau so wenig wie ich die Unterschiede zwischen verschiedenen Spezialisierungen im Maurerhandwerk weiß und damit prinzipiell erstmal die falschen Leute anrufen würde, wissen Außenstehende wenig bis gar nichts über unsere Arbeitsabläufe, Berufsbezeichnungen usw.. Weil ich das mal gelernt habe, könnte ich dich z.B. jetzt auch ganz böse nach spezifischen Aspekten der Zahntechnik fragen und wo du die bekommen kannst und du könntest mir vermutlich nichts dazu sagen.
Dass leute ständig mit den Resultaten unserer Arbeit konfrontiert sind, bedeutet noch lange nicht, dass sie irgendeine Vorstellung über deren Entstehung haben und in der Lage wären, in Eigeninitiative diesen Prozess anzustossen, zu überwachen und auch noch qualitativ bewerten zu können. Wenn man deiner Argumentation folgen würde, müßte selbst eine völlig unbedarfte Oma in der Lage sein, eine 3D-Animation durch blosses durchstöbern der gelben Seiten irgendwo in Auftrag zu geben, aber dem ist ja bei weitem nicht so.
Allein daraus ergibt sich schon die erste Hürde: Wie kann ich nach etwas suchen, dessen Begrifflichkeiten ich nicht kenne und verstehe? Und letzten Endes resultieren daraus immer noch all die Probleme, die Grundlage dieses Threads sind: was man nicht kennt, kann man nicht bewerten und weiß es nicht zu schätzen.
Zum Schluss möchte ich hinzufügen, dass du ebenfalls außer Acht läßt, dass viele unserer Aufträge eine sekundäre, tertiäre, quarternäre usw. Natur haben, dass heißt unser 3D-Kram ist Bestandteil eines übergeordneten Ganzen. Z.B. Animationen mögen zwar in Filmen auftauchen, der Kunde sieht aber in erster Linie den Film, die damit beauftragte Agentur, dann die Videoproduktionsfirma und vielleicht zum Schluss fragt er sich, wer denn die Animationen, die Musik und das DVD-Authoring gemacht hat. Daher könnte man schon sagen, dass wir weit davon entfernt sind, dass man “überall 3D-Bilder und Animationen” bekommen kann.
Mach doch mal den Test und frage mal, wer außer anderen 3D-Artists, Agenturen und deinen besten Freunden überhaupt dein Portfolio kennt und 3D-Animationen gezielt und direkt nachfragt. Das ist mit Sicherheit sehr ernüchternd.
Mylenium
Also ich finde “Pitches” klasse!
Ich frage mich immer, wie kann ich meine Konkurrenten ruinieren? Brauch ich gar nicht, machen die selber! Hurra.
Jens
Zu geil!!! hehe