20 Jahre CGI und die Frage nach der Zukunft

Ich wollte mich einmal nach euren Gedanken und Meinungen erkundigen.

Nachdem ich mich inzwischen seit rund 20 Jahren mit CGI und allem, was dazugehört, beschäftige, befinde ich mich gerade in einer Phase, in der ich mich etwas ratlos fühle, was die Perspektiven dieser Branche angeht. Seit etwa 14 Jahren bin ich selbstständig und habe in dieser Zeit für Firmen auf der ganzen Welt gearbeitet. Ich mag meinen Job sehr. Ich freue mich über Updates für Cinema, schaue mir gerne neue Programme an, setze sie bei passenden Projekten ein und habe grundsätzlich großes Interesse daran, mich als Artist weiterzuentwickeln.

Was die Auslastung angeht, lief das Jahr 2025 für mich insgesamt ziemlich gut. Ich hatte durchgehend zu tun und konnte an spannenden Projekten arbeiten. Gleichzeitig habe ich jedoch das Gefühl, dass die Anzahl der Anfragen seit Jahren kontinuierlich zurückgeht. Es gab Zeiten, in denen ich mehrere Anfragen pro Woche erhalten habe. Danach folgten Jahre mit mehreren Anfragen im Monat. Im letzten Jahr waren es dann gerade so viele Anfragen, dass ich gut ausgelastet war. In meiner Wahrnehmung ist die Anfragerate also deutlich gesunken. Zudem kommt es nur noch selten vor, dass sich jemand meldet, der mich nicht bereits kennt, auch Empfehlungen werdenn immer weniger was mich vermuten lässt, dass kaum jemand zu viele Anfragen hat.

Für diese Entwicklung gibt es natürlich verschiedene Erklärungen. Einerseits könnte der Markt insgesamt weniger Aufträge hergeben oder mehr davon intern abwickeln, statt sie an externe Dienstleister auszulagern. Es ist gut möglich, dass ein erheblicher Teil der Arbeit inzwischen direkt in den Unternehmen selbst abwickelt wird, VW zum Beispiel mit internen Bild und Filmproduktionen. Andererseits teilen sich vermutlich auch mehr Firmen und Einzelpersonen die vorhandenen Aufträge.

Denn dabei kommt hinzu, dass die Generation “CGI-Branche” nicht in Rente geht, da sie im Schnitt eher jung ist. Parallel dazu werden weiterhin Studiengänge und Ausbildungsberufe angeboten, die den Einstieg in die Branche ermöglichen. Nicht zu vergessen sind die vielen Autodidakten, die sich im Selbststudium über eine nahezu unendliche Menge an Tutorials weiterbilden können. So war es letztlich auch bei mir vor 20 Jahren, damals allerdings unter deutlich schwierigeren Bedingungen, mit einem 56k-Modem, Cinema 8 und ohne Plattformen wie YouTube oder Patreon, aber ich will mich da gar nicht beschweren, es war unendlich gut so für mich damals.

Zusätzlich muss ich mir selbst eingestehen, dass ich mich nie aktiv um meine Sichtbarkeit gekümmert habe. Ich habe nicht in Plattformen wie Instagram investiert, keine regelmäßigen Inhalte produziert und meine Projekte nur selten öffentlich geteilt. Akquise habe ich ebenfalls nie betrieben. Über viele Jahre lief alles ausschließlich über Empfehlungen. Lange Zeit war es selbstverständlich, dass gute Arbeit und abzuliefer dazu fühte, erneut gebucht und weiterempfohlen zu werden. Ein guter Artist zu sein, hat ausgereicht, um davon gut leben zu können.

Wenn ich mir heute Behance anschaue, spielt es eigentlich kaum noch eine Rolle, zu wem man geht. Es gibt unglaublich viele talentierte Artists, und immer wieder stoße ich auf Arbeiten von Menschen, von denen ich vorher noch nie gehört habe und die mich völlig umhauen. Aus Kundensicht ist es mittlerweile fast egal, für welches Studio man sich entscheidet. Die etablierten Studios liefern alle gute Arbeit. Die einen sind vielleicht einen Tick besser als die anderen, aber wen interessiert das am Ende wirklich? Vieles geht ohnehin im persönlichen Geschmack unter und lässt sich kaum objektiv messen.

Zusätzlich kommt das Thema Künstliche Intelligenz hinzu. Ich kann aktuell noch nicht genau einschätzen, welchen langfristigen Einfluss sie haben wird. Auch wenn mein Bauchgefühl dabei konstant roten Alarm sendet und in Kombination mit Social Media gern gleich den Untergang der Gesellschaft ausruft, versuche ich so gut ich kann, ruhig zu bleiben. In Projekten, in denen wir KI eingesetzt haben, waren die Ergebnisse weder schneller noch qualitativ besser. Teilweise nehme ich KI als Hype oder Modeerscheinung wahr, auch wenn mir klar ist, dass sie nicht wieder verschwinden wird. Meine aktuelle Einschätzung ist, dass KI im CGI-Bereich vor allem viele einzelne Arbeitsschritte einsparen wird. Da in der Werbewelt, in der ich arbeite, Qualität nur bedingt der entscheidende Faktor ist, wird diese Zeitersparnis vermutlich dazu führen, dass Konzepte zu deutlich niedrigeren Preisen angeboten und produziert werden können. Das wiederum könnte Firmen, die traditionell stark auf manuelle Arbeit setzen, aus dem Markt drängen.

Dadurch entstehen neue Marktteilnehmer, die mit sehr kleinen Teams arbeiten und dennoch liefern können. Wie gut die Ergebnisse am Ende sind, ist dabei manchmal fraglich, aber sie werden trotzdem gekauft. Wenn ich an mein erstes Angestelltenverhältnis vor etwa 18 Jahren zurückdenke, gab es kaum Projekte, die man alleine umgesetzt hätte. Bei einem Automotive-Spot mit Feature-Charakter waren mindestens sechs Personen beteiligt. Heute kenne ich viele Projekte, bei denen eine einzelne Person die komplette Umsetzung übernimmt. Solche Projekte habe ich selbst ebenfalls bereits realisiert.

Ich habe das Gefühl, zwischen zwei Themen zu stehen. Auf der einen Seite gibt es die finanzielle Unsicherheit in Bezug auf die Perspektiven der Branche. Auf der anderen Seite steht die beginnende Verlusterfahrung, dass die Mühe und der Selbstwert, die ich über Jahre in das Erlernen meiner Fähigkeiten gesteckt habe, sich durch die Ausbreitung von KI jetzt weniger wertvoll anfühlen.

Wie geht es euch? Was habt ihr für Erfahrungen als Freelancer oder Angestellte in CGI Branche? Was denkt ihr zu KI?

1 „Gefällt mir“

Bei mir ists eher so, dass ich zwar viele Anfragen kriege, aber fast allen zu teuer bin. Der ganze AI Bums hat die eh schon dumping geplagte 3D-Branche in ganz neue Tiefen gebracht.

Habe auch lange Zeit von Weiterempfehlungen gelebt, aber nur das scheint wohl nicht der nachhaltigste Weg zu sein. Aber in Zeiten in denen es läuft denkt man natürlich nicht an Akquise. Sollte man sich vielleicht mal vornehmen. :wink:

3 „Gefällt mir“

Meine Erfahrung:
Agenturen schlagen dem Kunden keinen 3D Animationsfilm mehr vor, für den sie teuer einen Externen beauftragen müssten (mich) sondern offerieren eine Umsetzung die sie Inhouse machen können. Oder der Lehrling kann halt schon B%&/* oder Ae und macht es selber.

Ich hab seit 2022 keine Anfragen und Jobs mehr. Davor lief es seit 2009 reibungslos. Bin nun zum Glück in einem grossen Medienhaus angestellt und kann täglich Ae starten und manchmal (wenn ich zeit und lust hab) C4D.

Die Zukunft?
keine Ahnung.

1 „Gefällt mir“

ich war nie in dem Bereich aktiv tätig - ich bin Bauzeichner in nem sagen wir Ingenieurbüro und nutze Cinema gerne mal, um die Zeichnungen und Kundenmodelle in 3D darzustellen und dem Kunden einen besseren Eindruck seiner zukünftigen Anlage zu geben.
In den letzten Jahren sehe ich viel direkt in 3D geplant und auch viele Firmen, die gleich direkt mit Screenshots arbeiten, es evtl. im CAD Porgramm rendern und daher nicht extern beauftragen.
(und selbst mir wird firmenintern die Visualisierungsarbeit eher von unseren Architekten weggenommen, als dass ich so wie früher extra dafür angefragt werde. glücklicherweise machen die eher nicht in Industrieanlagen. das darf ich noch selber machen)

1 „Gefällt mir“

Diskutiere das täglich mit meinem Netzwerk. Alle sind auf der Hut was da passiert. Ich habe momentan 30% Jobs die defnitiv AI gefährdet sind. Aber die Erfahrung zeigt, dass es ohne klassiche Grafiker Skills doch nicht geht.

Mein anderes Thema wäre was passiert, wenn die USA Grönland besetzen. Dann haben wir einen USA/EU Konlikt mit eventuellen Sanktionen von beiden Seiten die auch Software betreffen könnten…

Das wäre ein erheblicher Impact. Sprich momentan muss man eigentlich Blender und AI nebenher aufbauen. Ist eigentlich nicht zu stemmen zeitlich.

Hab 2024 nach langer erfolgreicher Zeit als Selbstständiger den Schritt zurück ins Angestelltendasein gewagt. Allerdings weniger wegen KI oder zu wenig Jobs (2023 war mein erfolgreichtes Jahr überhaupt). Ich hatte mich über lange Jahre hinweg direkt bei mittelständischen Unternehmen positioniert, und fast nie für Agenturen gearbeitet, das war rückblickend die beste Entscheidung. Mittlerweile sitze ich auf der anderen Seite, im Marketing, und das war schon noch ein kleiner Augenöffner. Ich verstehe viel besser was die Firmen möchten, worum es wirklich geht, und wie wenig - leider - die Qualität entscheidend ist, für die Wahl der Agentur.

Ich denke wie überall wird sich der Markt immer weiter konsolidieren und es ist ja auch irgendwie kostengünstiger sich ggf. einen 3Dler selbst anzulachen, der mit heutigen Mitteln relativ viel wuppen kann. Wären so viele 3Dler nicht auch fiese Eigenbrötler, würde ich zur Konsolidierung raten, bevor man von den großen Playern geschluckt wird. Oder halt wie ich den Move auf die andere Seite machen. Ich verdiene jetzt um ein vielfaches weniger Kohle, aber ich hab geregelten Urlaub, keine Sorgen mal krank zu sein und eine 35h-Woche, was für mich quasi wiel ein Teilzeitjob ist :smiley:

3 „Gefällt mir“

Denn dabei kommt hinzu, dass die Generation “CGI-Branche” nicht in Rente geht, da sie im Schnitt eher jung ist.

Doch, Mitte diesen Jahres geh’ ich in den Ruhestand (mit Abzügen, weil ich erst 64 bin). Unsere Agentur sucht dringend einen Nachfolger – siehe Jobs.

1 „Gefällt mir“

Ich mache zwar nur sehr wenig 3D, in anderen Bereichen (Marketing, Design, Web) ist die Entwicklung aber ähnlich wenn nicht sogar schlimmer. “Webdesigner” erstellen Websites mit Webflow. Pagebuilder werden als Wordpress wahrgenommen. Hatte mal einen der meinte das sei nicht Wordpress weil kein Builder da wahr. Ich finde meinen “Skillstack” wie man heutzutage so sagt schon sehr vielfältig, Design, Web, DB, 3D, Fotografie. Kurz vorm Burnout. Mehr spezialisieren? Nervig finde ich auch das selbst die Meinung des Assis der Geschäftsführung mehr Gewicht hat als meine. Um mich herum nur Laien die alle der Meinung sind die können was und das auch spiegeln. Marketingabteilung: 3 Laien, gerade ausgelernter Azubi und ich. :smiley: Ich suche was neues, aber die Anforderungen sind teilweise schon krass.

Ja, das kenn’ ich. Die frischgebackenen, branchenfremden Studentinnen meinen Sie können besser gestalten als der Gestalter mit 30 Jahren Berufserfahrung. :smiley:

1 „Gefällt mir“

Ja weil Chat GPT ihnen ja auch sagt was gut ist und was nicht.

Und auch hier nochmal zum Thema AI, weil es ja zur momentanen Situation sicherlich auch was beiträgt:

Da haben die mal verschiedenen AIs real world projects gegeben. Die beste AI konnte dann doch 2,8% der Aufgaben erfüllen. Läuft.

1 „Gefällt mir“

Bin auch am umschulen. Es wird pro Jahr immer weniger. Noch weitere 20 Jahre in dem Business werden vermutlich nicht wie bisher funktionieren..daher also umdenken > müssen, umschulen, umdenken, etc.! Bin seit letztdem Jahr dabei mich umzurorientieren, aber da muss vermtulich jeder selbst seinen Wege finden. Es gibt viele Möglichkeiten. Was zu einem passt ist die entscheidende Frage und was geht oder angeboten wird .. oder ob man einfach weitermacht! Selbständig bleiben, oder zurück in die Festanstellung, oder die Rente antreten wenn möglich!?

Hab mich lange mit Unreal beschäftigt, aber zu spät..da gibt´s schon zuviel Gurus. Jetzt noch Substance, Houdini, etc. lernen..bringt nichts…Ich kann da auf die liste setzen was ich will. Das bringt keinen Vorteil mehr. Ich weiß was ich kann und was meine Kunden wollen > das funktioniert, bzw bin dabei men Arbeitsfeld zu ändern und mich umzuschlulen. Mir jetzt krampfhaft neue Techniken im 3D-Feld beizubringen kann helfen, aber wird es nicht bringen und in 2 Jahren vermutlich schon wieder ersetzt durch was anderes. Dafür hab ich keinen Nerv mehr. Wenn ich was neues lerne muss es auch eine gewisse Art von Bestand haben! Da würd ich lieber Wordpress-Seiten mit Elementor bauen, da ist immerhin noch Nachfrage. Das funktioniert besser. Aber ich hab dutzende CMS Webseiten gemacht und auch das will ich eigentlich nicht mehr! …schwieriges Thema.

..der Sektor hat sich zu einem interessanten, aber komischen Konstrukt entwicklet.

Thema KI: es gibt halt sone und solche. Wie überall. Wer will - oder muss - findet seine Nischen. Und da die Entwicklung immer weiter geht, wird es einen fließenden Übergang in verschiedenen Bereichen geben. In welchen? Keine Ahnung. Absehbar bisher sind z.B. die Folgenden wie Assets und Textures.

GUIDED ASSET CREATION AT SCALE
With a huge range of scenes and environments, building every 3D asset fully by hand would have gone far beyond our time budget. Instead, we developed a smart hybrid workflow. We modeled and approved a hero asset, the Lemur, and used it as a visual reference inside a ComfyUI setup to generate meshes and textures for all required assets.

Guided by carefully written text prompts and a clear style reference, this semi automatic process allowed us to create a large number of assets efficiently while keeping everything art directable and consistent. Only minimal manual tweaks were needed, resulting in a cohesive visual world that stayed true to the approved look.

Und ja, es hat schon immer Tools auch im 3D Bereich gegeben, die bei Erscheinen Arbeiten zusammengefasst haben, oder anders gesagt: vereinfacht. Und? Davon haben wir die letzten 25 Jahre auch in C4D jede Menge mitbekommen - und profitiert. Damit allein werden 3D Grafiker aber noch nicht überflüssig. Allerdings wird sich der Beruf wahrscheinlich ändern. Langsam, fließend, wie meistens. Und wie im Beispiel von Aixsponza.

1 „Gefällt mir“

Ich glaube das größte Problem ist eine allgemeine Verunsicherung, da viele Leute im Moment mit KI auch viel versprechen, was sie gar nicht einhalten können. Das verzerrt den ganzen Markt und - wie gesagt - verunsichert die Leute.
Eigentlich müsste man hier mal Aufklärungsarbeit leisten und Vorträge für Firmen anbieten in denen man mal erklärt, was man denn heutzutage sinnvoll mit KI machen kann, was man schnell vergessen sollte, und was möglicherweise in Zukunft machbar ist oder auch in 2 Jahren einfach nicht realisierbar sein wird. Und zusätzlich auch mal rechtliche Aspekte beleuchten. Bringt mir ja auch nicht ein KI Business auf zu machen, wenn ich das aus rechtlichen Gründen dann in einem Jahr nicht mehr betreiben kann und dann vielleicht sogar rückwirkend Probleme bekomme.
Ziemlich shady das ganze Thema.

Wie bei Checker Tobi KI als Tool zu benutzen macht ja total sinn und ich denke das ist der Lauf der Dinge. In den 90ern musste man sich ne Inferno Hardware für ne halbe Millionen kaufen und Compositingarbeiten zu machen, die du heutzutage auf deinem IPhone machst. Das hat die Branche damals schon durchgeschüttelt und heutzutage machen kleine Teams oder einzelne Freelancer Projekte, für die man damals einen mittleren sechsstelligen Betrag hätte zahlen müssen.

Was mir eher sorgen macht bei dem Thema KI ist, dass anscheinend auch gleichzeitig mit dem Aufkommen von KI Inhalten der Anspruch der Kunden gesunken ist. Bei vielen herrscht im Moment die Einstellung: Naja ist schon gut genug. Dabei bin ich der Meinung muss man gerade jetzt mit extrem hochwertigem und gut gemachten Content aus der Masse hervorstechen, wenn jeder rotzige 08/15 Videos am Fließband rausspielen kann. Was nichts kostet ist nichts wert, und wenn jeder KI Videos aus der Dose produziert hat das am Ende den gleichen Effekt, als würde niemand Videos produzieren :wink:

3 „Gefällt mir“

Ich denke ja, wer in der beliebigen, mittelmäßigen Masse untergehen will, kann sich getrost Bilder und Filmchen aus der KI ziehen. auc in Zukunft wird bei originären Ideen und herausstechenden Umsetzungen kein Weg an human mind+skills vorbei führen.
Kleines Beispiel:
Für’s Sommerfest bei uns soll eine Einladung an die Mitarbeiter gestaltet werden - Info’s zum Event sind spärlich: Location hier in der Nähe (NRW), im Sommer und das grobe Thema ist “irgendwas mit Fahrrad”. Eine Kollegin hat für das Hinteregrundbild Gemini angeworfen und mal geschaut, was da so rauskommt. Mein persönlicher “Favorit”:


EyeCandy vom Feinsten - und absolut sinnfrei. Für mich die exakte Versinnbildlichung von KI.
Palmen im Hintergrund? In NRW? Eine psychedelic bunte Plastikkette mit Plastikblüten, die von -ja, wovon eigentlich?- trieft? Und ringsum summt irgendwelches Fliegengetier dem irgendwas aus dem Allerwertesten tröpfelt…
Was zur Hölle raucht die KI eigentlich?

5 „Gefällt mir“

Fahrrad-Kette, von der Öl tropft. Anscheinend wußte die KI nix von NRW wg. der Palmen - aber seien wir doch mal ehrlich: noch ein paar Jährchen, und die wachsen hier auch überall, problemlos :biggrin:

2 „Gefällt mir“

Danke für eure Gedanken. Echt schön zu sehen, dass hier auch nach so vielen Jahren, in denen ich kaum noch regelmäßig dabei war, immer noch so viele Menschen zusammenkommen.

Wie bei jeder technischen Veränderung stellt sich die Frage, wie viele Jobs dadurch wegfallen und wie viele neue entstehen. Grundsätzlich gibt es durch den demografischen Wandel und die Verrentung der Boomer-Generation einen großen Bedarf an Arbeitskräften. Rein vom Arbeitsmarkt her stehen uns also viele Chancen bevor. Eine Umschulung zur Altenpflege wäre vielleicht ein guter Plan.

Gleichzeitig habe ich aktuell Zweifel, ob im Bereich Bild- und Videoerstellung weiterhin so viele Menschen gebraucht werden wie bisher. Der Trend zu kleineren Produktionsteams hat schon vor KI begonnen und verstärkt sich gerade spürbar. In meiner Wahrnehmung erledigen Agenturen Aufgaben, die früher ausgelagert wurden, inzwischen intern.
Der Bedarf an Werbung wird dadurch nicht größer, aber die Umsetzung wird einfacher.
Am Ende braucht es weniger Menschen, um dieselbe Menge an Arbeit zu erledigen.

Das lässt sich schwer mit Zahlen belegen, es ist vor allem eine Beobachtung und ein Gefühl. Der Umsetzungserfolg von Projekten mit KI orientiert sich stark an der Aufgabenstellung des jeweiligen Projekts. Ich denke, dass diese für KI angepasst wird und Projekte zunehmend so aufgesetzt und verkauft werden, dass sie das produzieren, was KI gerade gut kann. Da ist gerade auch Goldgräberstimmung bei Agenturen und neuen Dienstleister dabei, welche durch Zentralisierung das schnelle Geld machen wollen. Der handwerkliche Sektor, der Spots umsetzt, wird dabei teilweise von dem ersetzt, der diese Spots plant.

Das kann natürlich auch nur eine Mode sein, und vielleicht hat man in ein paar Monaten KI-Werbung satt oder merkt, dass sie niemanden anspricht, weil sie beliebig ist oder beim Betrachter sogar Ablehnung auslöst. Beliebigkeit oder ein Grundrauschen von Werbung gibt es allerdings schon lange. Viele Spots werden gemacht, um am nächsten Tag wieder vergessen zu sein, und das würde ich auch über einen Teil meiner eigenen Arbeit sagen. Am Ende wird es weiterhin um gute Ideen und Gestaltung und KI wird ein Tool in diesem Kontext sein.

Aber egal, wie sich das Ganze entwickelt: Die Zusammenfassung von Arbeitsabläufen, die vor ein paar Jahren noch von mehreren Menschen erledigt wurden, bleibt bestehen und ist zumindest in der Zeit, in der ich 3D mache, nie größer gewesen.

1 „Gefällt mir“

Ja meine Erfahrung ist jetzt auch, dass KI einen neuen Markt erschlossen hat den es vorher nicht gab: Bilder generieren für Anlässe, bei denen man vorher einfach sonst kein Bild hatte. Meines Achtens ist das der Großteil. Also es wird zwar natürlich auch im Markt substituiert, aber es gibt jetzt einfach viel mehr Bilder für irgendwelche Anlasse, für die vorher auch niemand nur einen Euro ausgegeben hat.
Bin mal gespannt wie sich das Verhalten der Leute irgendwann an die steigenden Preise anpassen wird, denn klar ist, das ganze finanziert sich momentan in keiner Weise und daher werden die Abos drastisch teurer werden müssen oder alles unbenutzbar mit Werbung zugemüllt werden.

Ich bin mal gespannt, ob die Leute dann immer noch bereit sind für irgendetwas, dass “nice to have” ist sich gängeln zu lassen :wink:

Und die Kehrseite der “schnell verfügbaren” KI-Produkte ist, dass jetzt für jeden Schei** Energie verbraten wird.

1 „Gefällt mir“

Und Wasser.
Das wird gern verdrängt. Die Bundeszentrale für politische Bildung hatte da einen guten Artikel zu.

1 „Gefällt mir“

Lol und deine Renderings entstehen aus Luft? Amüsant so Energiethemen immer in CGI Foren zu lesen.

Zum AI Bild da oben: prompten können und drei AI Bilder in PS übereinanderlegen sollte man halt schon können wenn, man was bestimmtes will.

Wir alle hier benutzen Bild-KI. Manchmal hilfreich, manchmal weniger. Alle Leute um mich herum machen damit Bilder, Retusche, Präsentationen.
Ihr wehrt euch gerade gegen etwas was nicht mehr weg geht. Und Maxon hat das verstanden.