Ich habe mal eine Frage bzgl. des Workflows mit Cinema 4D und After Effects. Ich möchte gerne 3D-Objekte in C4D bauen und zu diesen, ähnlich Augmented Reality, HUD Elemente hinzufügen. Z.B. ein fahrendes Auto - während das Auto fährt, erscheinen plötzlich Kreise , Call out titles, etc. Ich könnte die Elemente natürlich in 3D hinzufügen (z.B. Kreise, die sich um das Auto bilden oder durch die das Auto hindurchfährt, während Kennzahlen daneben auftauchen), aber gerade beim Text hätte ich gerne, dass dieser 2D ist. Außerdem hätte ich gerne noch ein wenig Spielraum für die Post Production. Wie würdet ihr da vorgehen?
Bisher habe ich schon oft ein Null-Objekt in C4D erstellt und in AE das Null-Objekt als Parent für einen Text-Layer erstellt. Funktioniert an sich, allerdings habe ich auch hier das Problem, dass der Text immer im Vordergrund steht. Fliegt z.B. ein Gegenstand durch das Bild, bleibt der Textlayer sichtbar.
Ich glaube, so etwas kannst du nur machen wenn du als OpenExr renderst und die entsprechenden z-buffer in AE nutzt um Objekte zu blurren oder auszublenden. Lenno weiss da mehr und er hat hier auch schon etwas ausführlicher darüber geschrieben. exr bedeutet große Datenmengen und setzt eine flotte Hardware voraus, ansonsten wirds ein sehr träges arbeiten. Ansonsten ist es natürlich immer hilfreich sich div. Objektkanäle (sofern sie aus einer 3d-Software kommen) zu rendern, um sie dann als Maske in AE einsetzen zu können. Das kann eine richtige Orgie werden!
Häh ? Du verwechselst da anscheinend das Format OpenEXR mit dem Prinzip DEEP Compositing
Einen Z-Depth kannst du auch als Tif oder png oder sonstwas rendern, das hat ja mit dem format erstmal nichts zu tun.
Object IDs und Masken wäre der Ansatz um die Texte/HUD in AE verschwinden zu lassen.
Kann eine richtige Orgie werden, aber sowas schimpft sich eben auch Compositing.
Ja ich seh hier auch erstmal den Bezug zu OpenEXR direkt erstmal nicht – aber WENN man sich dann all die Masken/Object IDs mitrendern möchte, ist es natürlich äusserst praktisch die alle in ein File zu packen, und da wäre die EXR natürlich die geeignetste Wahl aufgrund der Tatsache, dass sie sie eben alle in einer Datei halten kann.
Aber bei den oben gezeigten (Still) Beispielen ist das eher Photoshop work – und für die ganzen Zahlen eher ne eigenes generierte geeignete Brush-Spitze aus abstrakten Zahlen und shapes, als irgendwas sonst
Für Die Animation oder die Shapes die um die Häuser fliegen: Wenn die Grundlage CG ist, dann eben Objekt-Masken. Wenn die Grundlage ne Realaufnahme ist, dann eben Rotos/Keying für die Objekte hinter denen der Text verschwinden soll, und dann eben 3D Compositing der Textlayer mit der CG ID Matte oder eben der Real-Footage-Roto Maske. Bei viel Text Stuff würde ich sowieso eher die ganzen 2D-HUD-Elemente in After Effects vorbereiten, die ganze CG Szene als FBX oder Alembic in Nuke reinholen, und da den ganzen Hud Stuff auf Primitives in nk mappen und die FBX zum maskieren nutzen. Dazu deinen CG Beauty Layer und es compt sich bequemst…
MultiLayer ist immer am besten, leider nicht in AE, das Programm ist ein einziges Bottleneck und es gibt keinen nativen Support für Multilayer Files, da brauch man immer noch den 3dextraktor was wie ein Shareware Plugin aussieht.
Wenns es um Compositing geht würde ich eh immer zu Nuke greifen, AE ist dafür einfach nicht gemacht.
Vielen Dank für eure Antworten und Einschätzungen zu den Beispiel-Werken bis hierhin Sehr hilfreich. Wollte immer mal mit Nuke anfangen und mich reinarbeiten, aber ich befürchte, für dieses Projekt wird das etwas zu knapp. Steht aber auf meiner To-Do Liste für danach Ich werde auf jeden Fall probieren, die Object Passes zu rendern und diese in AE als Masken zu nutzen.
Ich finde es schon wahnsinnig, wie viele Software Pakete, Techniken, etc. es gibt. Ich verzweifle da regelmäßig und frage mich, wie man da ein professionelles Level erreichen will Vor allem, weil es zu jedem Punkt wieder 1 Mrd. Informationen im Internet gibt, wovon 75% wieder ungenau, nicht exakt passend oder schon veraltet sind.
Aber ich bleibe am Ball. Jeden Tag ein Stückchen weiter
Kann man machen, ich sehe da die Zielgruppe eher bei Freelancern und kleine Studios. Mir ganz persönlich ist es zu träge und zu geschlossen. In Nuke kannst du ne Menge mit Python und Scripten anstellen was sehr vieles vereinfacht das ist ein ganz anderes arbeiten.
Das ich Fusion jetzt nicht erwähnt habe war keine Absicht, ist bei mir einfach nicht auf dem Radar.
neeee … so war das nicht gemeint. Ich kenne Fusion vom Handling her nicht und dachte es gäbe sehr große Unterschiede zwischen den beiden. Da es Fusion 8 als kostenlosen Download gibt und Nuke eben nicht, war ich der Meinung, dass Fusion nur eine Notlösung ist.
Nö, absolut garnicht … Resolve ist ja auch alles andere als ne Notlösung und ist halt auch umsonst für unter 4K Ausgabe
Grundsätzlich muss man einfach sagen: Auf den ersten Blick tun sich Nuke und Fusion nicht viel, und generell ist das auch so. Fusions 3D Umgebung macht viel Spaß, und man kann damit auch ganz gut “direkten” Content produzieren, der aber so gesehen in ner 3D App sinnvoller aufgehoben wäre, als in der Comp App.
Viel Keying und komplexes compen sehe ich auch eher bei Nuke, und wenns n super-komplexes Shot inklusive Tracking und 3D Comp Umgebung, hunderten EXR passes etc. ist (bei dem die 3d in der Comp nicht unbedingt “schön” gerendert sein muss, sondern ganz einfach nützlich…, im Sinne von ganz viel Utility und Reprojection Kram), hat Nuke auch irgendwo die Nase vorn. Kann man glaube ich ohne schlechtes Gewissen so behaupten. Das heisst nicht, dass Fusion nicht schon an ziemlich aufwendigen Shots glänzen durfte – im Gegenteil, Fusion hat schon so manchem Blockbuster mehr als gekonnt auf die Leinwand verholfen Ich bin natürlich primär Nuke User und dadurch sicherlich geprägt, aber ich hab auch schon oft genug vor Fusion gesessen. Prinzipiell: Wenn man das eine kann, kann man eh auch das andere bedienen.
Fusion ist ein vollwertiges Comp Programm und ist ja nun auch noch nicht so lange kostenlos erhältlich. Bedenken da um Features geprellt zu werden, braucht man nicht haben. Wenn man Nuke einsetzt und braucht, weiss man dann auch warum, und sieht auch die Unterschiede zwischen beiden Apps je nach Verwendungszweck.
Und die Nuke non-commercial gibts ja auch umsonst, zum reinschnuppern und selbst vergleichen mit Fusion.