Eistraum

Hallo Zusammen,
ich bin gerade dabei einen kleinen Auftrag im Bereich „Genussmittel“ zu bearbeiten (ist auch wirklich schwer zu erkennen :D). Hier geht es neben Eis auch noch um andere Kalorienbomben die es zu visualisieren gilt.

Ich habe mich hier für Octane als Renderegine entschieden, da mir der Look etwas besser gefällt als mit RedShift, wobei ich auch noch ein paar Dinge in Redshift rendern werde. Von der Speed her sind beide Engines (Rauscharmut vorausgesetzt) in etwa gleich.

Wenn es mir erlaubt wird und ihr Interesse habt, werde ich im Laufe der Zeit noch weitere Beispiele posten.

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Das sieht aber auch lecker aus! :o

Hast du nicht ein wenig viel Depth of Field? Die Waffel ist extrem dünn (als hättest nur eine Runde Fläche genommen und eine Textur draufgeklatscht). Eis oder eine Art Gemüseteller, weil alles so extrem künstlich aussieht.
Nein ich könnte es nicht besser machen. Bin halt ne Pfeife. :wink:

Hallo Zusammen,
danke für eure Anmerkungen.
@sigile, mit einigen Dingen bin ich auch noch nicht zufrieden, das muss ich noch besser machen - aber der Kunde war bis jetzt recht zufrieden und hat sogar bezahlt :rolleyes:

Ja, die Waffel ist tatsächlich eine Scheibe mit Textur, ich habe die Waffel nicht gemodelt, allerdings ist das eine Displacementtextur, so dass daraus etwas Volumen entsteht.

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Kannst bzw, magst Du noch was dazu sagen, warum soetwas in 3d gebaut wird? Das hat ja bestimmt seinen Grund.
Der Aufwand einer Fotografie wäre ja deutlich geringer :wink:

Bin halt ein neugieriger Mensch…

Ich bezweifle, dass der Aufwand geringer wäre. Das Eis schmilzt dir unter den Lampen blitzartig weg, oft werden dafür dann erst künstliche Formen hergestellt. Beauty-Fotos von Eis sind verdammt schwierig und aufwendig.

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Soweit ich weiß, ist das gar kein Eis. Es gibt da tatsächlich einen Beruf für - die Leute machen sozusagen künstliches Essen, damit es aussieht wie es soll (und nicht wie es tut) und man es vernünftig knipsen kann.

Kann man visualisieren. Aber “blitzartig” schmelzen :)? Die ggfls. nötigen Einstelllampen sind LED, - nicht mal heiß. Und die Studioblitze, bringen doch nur kurz Wärme.
Klar nimmt man erstmal irgendwas als Dummies. Es geht ja bestimmt um nicht nur eine Eisssorte.

Aber man freut sich über so einen Auftrag und macht es einfach…

Klasse Arbeit. Die Sahne und die Soße sind nicht ganz so perfekt. Auch der Löffel könnte schöner, aufwendiger, spezieller sein.

Wer mit sowas aber eine gute Referenz schafft, rendert auch Bier :smiley:

Der Aufwand für bestimmtes Food ist nicht ohne, falls der Fotograf nicht noch zufällig eine Ausbildung als Food- und Fotostylist gemacht hat, wobei es diese Berufe als Ausbildung eigentlich gar nicht gibt. Es sind meistens ausgebildete, sehr gute Köche, Konditoren, Bäcker, Dekorateure, Schneider, Näher, etc., etc., die den Beruf eines Stylisten ausüben und sich dabei auf ein bestimmtes Gebiet spezialisiert haben. Das Eis (nehmen wir mal Walnußeis) z.Bsp. wird auch selten gekauft, sondern speziell angefertigt, weil das Verhältnis von Karamel, Nüssen, Soße und den ganzen anderen Kram stimmen muss. Frische Walnüsse werden geschnitten, geschält und in einem vorher festgelegtem Muster genau platziert und in der Menge dosiert, damit es zufällig aussieht Hinzu kommt ein bestimmter Schmelz der vorhanden sein muss und eine bestimmte Konsistenz bei der das Eis aufbricht, wenn eine Kugel geformt wird. Nicht zu vergessen die Farbe, die Form und größe der Nüsse und der Glanz der Karamelsoße und der Bräunungsgrad, die Größe der Riffelung und die Form der Waffel. Die fluffige Sahne wird dabei schon fast zum Nebenprodukt, weil sie ebenfalls zufällig ein wenig die Kugel bedeckt … aber nicht soviel, dass es nach einer Kalorienbombe aussieht. Die Teller, Bestecke und Untergründe für die Kundenauswahl zu besorgen ist bei solch einer Produktion noch das einfachste. In 3D kann man solche Sachen besser steuern, terminieren, verändern, korrigieren und es ist auch bestimmt um einiges günstiger.

Hallo Zusammen,
erst nochmals Danke für eure Kommentare. Ich bin an diesen Job durch Zufall geraten, ein befreundeter Produktfotograf bat mich mal ein paar Testrenderings in dieser Richtung durchzuführen. Das hat wohl gefallen und so bin ich dort reingerutscht. Im Wesentlichen geht es dabei um eine Art „Prototyping“. Es soll eine Art digitaler Foodbaukasten aufgebaut werden, wo man schnell und mit überschaubaren Aufwand viele Fooddesigns möglichst fotorealistisch an passenden Probanten testen kann, natürlich nur optisch da man das visualisierte Food zunächst selbst nicht herstellt – aber viel mehr kann ich dazu leider auch nicht sagen.
Ich selbst arbeite mich gerade in dieses Thema ein, normalerweise mache ich eher Visualisierung von Maschinenprozessen aber man erweitert ja gerne seinen Horizont.
Übrigens, in Sachen Qualität sind nach meinen bisherigen Erfahrungen die Ansprüche sehr unterschiedlich. Häufig akzeptiert der Kunde eine Qualität die hier im Forum eher skeptisch beurteilt wird. Das ist natürlich nicht immer so.

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Einzigst die Waffel bei Bild 1 schaut im “Eiskontakt” etwas seltsam aus… sonst aber gefällt mir das gut.

Und Eisträume als 3D darzustellen, ist neben Facialani´s, eine der eher heftigen 3D dingensensachen… :slight_smile:

Zu verbessern gibt es immer etwas, aber das hier ist fein gemacht!!!

@djart, ich danke dir.

Es sieht zwar nicht schlecht aus aber warum hast du das so lieblos in Szene gesetzt? Auch solltest du den DOF komplett weglassen, das war mal ganz trendy immer und überall was in in die Unschärfe zu legen aber…das war mal und hilft nicht dem Bild. Das Eis wirkt schon wie Eis, der Löffel trifft es noch nicht so ganz, der wirkt eher wir aus Blech.

Eis ja, aber für einen Eistraum noch zu kalt. :wink:

@kusanagi, danke für deine Tipps

Wenn es mir erlaubt wird und ihr Interesse habt, werde ich im Laufe der Zeit noch weitere Beispiele posten.

Erlaubnis erteilt, rühren. :slight_smile:

Kann ich mich nur anschließen. Allerdings gibt es noch ein paar weitere Punkte auf die ich achten würde. Die Brennweite ist falsch gewählt, weshalb auch der DOF nicht passt, die Proportionen irgendwie nicht so richtig stimmen und der Teller so wuchtig erscheint. Die Kameraposition ist nicht gut gewählt und das Licht ist für Food nicht sehr vorteilhaft.

@pardalis, auch dir vielen Dank für deine Kritik, wenn sie jetzt noch etwas konstruktiver ausfiele wäre sie noch hilfreicher.

ohne jetzt zu stark in Detail zu gehen ist hier ein kleiner Aufbau wie man in einem Fotostudio vorgehen würde.

Grundlicht ist eine Lichtwanne von hinten, schräg oben ca. 0,5-1,5 Blenden heller als vorne die Aufheller (kommt auf die Farbe vom Eis an). Die Vorderkante ist ca. 1/3 bis 1/2 über dem Aufbau. Dieses Licht ergibt in Kombination mit dem Kamerastandpunkt (Einfallswinkel gleich Ausfallswinkel) zusätzlich zur Helligkeit eine Lichtkante auf Eis, Sahne und Waffel (die Waffel wird zusätzlich durch das Licht normalerweise auch ein wenig durchleuchtet) und wird sich in der Soße, auf der Telleroberseite, im Untergrund und im Löffel spiegeln. Zusätzlich ergibt sich durch die Stuktur der Waffel, Sahne, Eis, Teller und Löffel ein Schattenwurf nach vorne und einige, durch den Aufbau bedingte, dunkle Areale. Schatten und dunkle Areale werden durch Aufheller in der Tiefe entschärft. Das Arealight sollte einen zarten radialen Verlauf hell/dunkel von der Mitte nach außen haben. Vorne rechts und links werden Aufheller aufgestellt die nicht gerade monstermäßig groß sein sollten. Die Belichtung vom Motiv wird den Aufhellern angepasst. Die Kameraposition ist schräg von oben bei einer Brennweite von mind. 150mm. Beim DOF beachten, das er sich 1/3 nach vorne und 2/3 nach hinten ausdehnt und von der Kombination Brennweite, Blende und Filmformat/Chip abhängt. Teller und Besteck sollen nur Beiwerk sein und nicht vom Eis ablenken. Je näher man am Food dran ist, desto interessanter wird es. Das sind ein paar Grundregeln die je nach Objekt, Kundenangaben oder spezifischen Material/Farbzusammensetzungen variiert werden können/müssen. Im 3D-Bereich lässt sich das Ganze noch einfacher Umsetzen als im Fotostudio, wei es mehr Möglichkeiten zur Beeinflussung von Licht, Reflektion, Kamera, Objekten und Farbe gibt.

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Hier eine Erdbeereisvariante…

Hier habe ich mich für den RedShift-Renderer entschieden. Da hat man die Lichter besser unter Kontrolle und außerdem rendert er bei solchen Szenen deutlich schneller als Octane.

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es wird, es wird…