hey,
wenn man keine klaren Zielsetzungen hat, ist das modellieren ja an sich kein Problem. Man modelt halt so vor sich hin und freut sich an dem was bei rauskommt.
Wenn man jetzt aber eine bestimmte Zielsetzung hat - die Proportionen sollen exakt stimmen etc. - wie modelt man dann, wenn man die Daten nicht hat?
Ich hab ein Bild und will es möglichst genau nachbauen. Mir fehlen aber die einfachsten Daten wie Höhe/Breite/Tiefe etc.
Schätzen, perspektive der Referenzbilder matchen, machen wir ständig…rumtelefonieren und stundenlang suchen um Daten zu bekommen falls überhaupt welche exestieren. Ein gutes Auge zeichnet den guten Modeller aus!
da spricht wohl der fachmann!
lenno kannst du mal bitte genauer erklären wo du arbeitest
und wie es zu solchen schwierigen aufträgen bei euch kommt?
sicher für alle mal interssant…
onetoe
das blöde ist nu - das Ding was ich modeln will, ist selbstgebaut. Es gibt keine Daten. Ich hab eben nur ein Bild in VOgelperspektive.
Und alles was ich da baue, gefällt mir net, weil ich denke - so siehts nu net aus. Langsam regt mich des auf :(( ^^
Klingt wirklich nicht ganz einfach. Kann selber nicht auf so professionelle Erfahrung wie LennO zurückgreifen aber ich würd sonst mal versuchen gewisse Proportionen innerhal des Models festzulegen, muss ja auch nicht 100% stimmen aber wenn du dir anhand eines Bildes ne Proportion einiger Partien zu anderen festlegst, geht das schon einigermaßen.
btw: fände es auch interessant wenn hier mal leute von ihrem beruflichen Alltag erzählen
Ähm…ja. Der Bereich in dem ich tätig bin sind Film VFX. Und da kommt es halt des öfteren (wie in vielen anderen cg-bezogenen Branchen auch) vor, dass man was zum nachmodellieren hat wozu einem die Daten fehlen. Üblicherweise soll das ganze natürlich noch auf ne Originalaufnahme getrackt werden etc. etc. Man würde ja denken es sei immer so einfach sich Daten zu besorgen und das ist es auch in vielen Fällen, aber nicht immer. Und dann steht man da. Oder noch schlimmer, etwas nachbauen was es so nichtmehr gibt, dann steht man da mit einigen Shots. Oder man hat etwas für das die offiziellen Pläne geheim sind oder nichtmehr exestieren oder oder oder. Alles in allem: Man muss immer das beste machen aus dem was man hat, in unserem Fall dann “so genau dass es auf der Leinwand/am Fernseher nicht auffält”. Und ein oder zwei Perspektivische Ansichten sofern halbwegs zu gebrauchen sind eigentlich schon Gold Wert, wenn man so viele Infos wie möglich aus ihnen rauszieht. Dazu gehört auch, lowres Model bauen, versuchen auf das Bild zu matchen, testen, testen, testen. Nich so schön wie Blueprints, Unmengen Refbilder und alles mögliche blah Zeugs mit dem man sonst noch beworfen werden kann, aber immerhin verschafft es einem einen Eindruck von dem Objekt. Und da kommt dann das gute Auge, und die Vorstellungskraft ins Spiel.
Du könntest ja mal dein Referenzbild zeigen, dann könnten wir dir evtl konkreter helfen Falco. Aber generell ja, auch mit einem einzigen Bild kann man arbeiten. Ist halt nur nicht das gelbe vom Ei und mag zeitaufwendig sein, je nachdem ob man der Perfektionisten raushängen lässt oder nicht