[i]would it make sense to ask your mechanic to work on your car for free? Would you look him in the eye, with a straight face, and tell him that his compensation would be the ability to have his work shown to others as you drive down the street?
Would you offer a neurosurgeon the “opportunity” to add your name to his resume as payment for removing that pesky tumor? (Maybe you could offer him “a few bucks” for “materials”. What a deal!)
Would you be able to seriously even CONSIDER offering your web hosting service the chance to have people see their work, by viewing your website, as their payment for hosting you? [/i]
huch, was soll denn die deutsche Wirtschaft mit ihrer
Generation “Praktikum” dazu sagen. Ich bin sicher in
Frankreich würde das Konzept aufgehen - In Deutschland
wohl nicht.
Auch Praktikanten werden bezahlt - Punkt aus.
Wie viel ist dann Verhandlungssache und davon abhängig was derjenige kann und ob er bspw. schon ausgebildet ist.
Aber junge Leute als teilweise vollwertige Arbeitstiere bei Null Bezahlung zu halten, ist eine absolute Unart.
Bin ich auch dafür, aber ich kenne sehr sehr viele, die für ihr Praktikum
nichts bekommen, weil immer das Argument kommt, ja Moment, Du
lernst ja hier was bei uns!
Wenn ich mir so die Aushänge an meiner ehemaligen FH Düsseldorf ansehe fällt es extrem auf: “Logo-Contest - wir eine aufstrebende junge GmbH suchen begabte Design-Talente die uns ein Logo entwerfen. Unter allen Einsendungen kommt dem Gewinner dann zugute, daß wir sein Logo bei unserem nä. Projekt offiziell einsetzen” WOW!!
Oder: “Wer dreht für unser junges Musiklabel ein Musikvideo. Entgelt: Du darfst bei unserem nä. Dreh auf Mallorca als Trainee mit dabei sein” WOA!!
Oder: “Wir die Düsseldorfer Luxus-HighEnd-Kö-Shopping-XXL-Werbeagentur scuhen noch 1-Jahres-Praktikanten ab dem 10. Semester. Du bist ein angehender Profi? Zeig uns was du kannst!..”
Und ratet mal wer da mit Kulli öfters “Design für umme = Arschlecken” drunter kritzelte …?
Praktika zum lernen ist ok. Aber sobald man was zurückgibt - in Form von Arbeitsleistung - sollte das vergütet werden. Und schließlich: man lernt NIE aus.
Fairwork hat zusammen mit der DGB Jugend eine Petition beim Deutschen
Bundestag eingereicht, die online unterschrieben werden konnte.
Auszug:
Wir fordern in dieser Petition u.a.
eine gesetzliche Definition von Praktika und anderen Lernverhältnissen, um
diese von normalen Jobs inhaltlich abzugrenzen. Damit wollen wir vermeiden,
dass normale Stellen einfach durch Praktika ersetzt werden.
eine zeitliche Begrenzung von Praktika auf 3 Monate (Ausnahmen:Praktika
im Rahmen von schulischer und wissenschaftlicher Ausbildung oder staatlichen
Programmen)
eine Mindestvergütung für Praktika u.ä. Lernverhältnisse von 300 Euro pro
Monat
eine Mindestvergütung für Volontariate u.ä. Berufseinstiegsprogramme (also
alles, was man als Absolvent so angeboten bekommen kann) von mindestens 7,50 Euro pro Stunde (falls keine tarifvertragliche Regelung greift)
Unter dem Label “Praktikum” und in anderen Pseudo-Lernverhältnissen darf
keine Ausbeutung von jungen Menschen mehr stattfinden, die regulär
arbeiten, ohne angemessen bezahlt zu werden!
Sehr schön!
Bei mir war es sogar so: Jobanfrage f. Flashsite mit Backend f. ein Label also Schwerpunkt Musik, lange mit Kunde Telefoniert, ja klar kann man machen ich mache Konzept, grobe Preisvorstellung abgeklärt.
Konzept fertig passt gut zur Presivorstellung. Kunde: Ähh ne ist zu teuer.
EINEN TAG SPÄTER hängt bei mir in der Schule eine Auschreibung f. ein 3Monatiges Multimediapraktikum
Vorkenntnisse:
HTML/FLASH/PHP/JAVASCRIPT/VIDEOSCHNITT/3D/ usw von Genau dieser Firma. Ich da angerufen und gefragt was man da so machen würde - Den Webauftritt aufbauen und Pflegen - Und was macht ihr so in Sachen Multimedia - Eigentlich nix. - Alles klar!
Meinung gegeigt aushang abgenommen.
Das ist frech!
Floh
ich hab insgesamt auch vier praktikas gemacht und wurde immer ausgenutzt,
bin aber auch immer entschädigt worden.^^
abgesehen von einem fairen chef, ist es auch stark vom selbstbewusstsein des bewerbers abhängig, oder?
also aus meiner erfahrung sind praktikas während des studiums cool, was man lernt ist ne menge und gute büros öffnen einem da solch manche türen.bezahlung sollte drinne sein… mind 300,-€… wenn länger ist als 6 monate mehr.. oder eben nacher ials studentishce hilfskraft 1200,-€
nach dem diplom… naja gut wenn der name des büros fett ist… dann arbeite ich auch für weniger geld wenns spass macht… aber nicht für immer. umso cooler wenn man dann nachträöglcih nen bonus von dem architektur büro bekommt weil sie mit der arbeit zufrieden sind.
aber… wenn man in einigen starbüros gearbeitet hat sollte man sich GRENZEN ziehen!!! kann ja nicht immer so weiter gehen.
da muss ich hier mal meinen frust loswerde… lässt mich NOX architecture ectra nach rotterdam kommen wegen vorstellungsgespräch… und bezahlung: 400,-!! euronen im monat… nö. bist dann praktikant hier, kanns mir nicht leisten wen fest einzustellen… und krankenversicherung musst du selber zahelen!!! hallo? nene, war immer mal mein traum dort zu arbeiten, aber irgendwo sind grenzen!!!
naja, bin jetzt nochaml an der uni, schiebe nen laues leben und machem ich dann irgendwann selbständig.
klar ist manim architektur bereich oft auf praktikannten angewießen, weils anders nicht mehr gehen würde, aber ne anerkennende bezahlung ist wichtig und keine ausnutzung!!!
das ist aber auch nicht korrekt:
die großen büros/agenturen bekommen die besten leute
zum günstigsten preis und verkaufen ihre dienstleistung
am teuersten!
gruß cj
Ich glaube nicht, dass die BESTEN sich am günstigsten an
die Agenturen verkaufen. Wenn einer genug Reputation
hat, dass er einer der Besten ist, kann er auch Einiges
verlangen
ich teile deine meinung zu 100% dennoch bin ich sehr sehr pessimistisch
ob sich je was an der branche ändern wird. es ist ein prima ausgeklügeltes system das auf profitmaximierung durch ausbeutung basiert, appelle a la
“unterdrückte aller welt vereinigt euch” mögen einem kurzfristig helfen sich den frust von der seele zu schrieben, wirkich was ändern wird sich daran nie
befürchte ich…
dafür gibt es einfach zu viele “ausreisser” oder unerfahrene die sich “unter wert” verkaufen um wirklich “die maschine” in stolpern zu bringen…
bin gespannt wann bei uns “chinesische verhältnisse” herrschen werden
…von mir werden sie nicht bezahlt, punkt aus.
Ich habe meinen Praktikantenbetrieb sogar eingestellt:
Zum einen, weil Praktika insgesamt in Verruf geraten, zum anderen, weil ein Praktikumsplatz mich eine Menge kostet:
1 Rechner vorhalten
1 Lizenz Cinema4D vorhalten
1-2 Stunden pro Tag an Betreuungsaufwand bedenken
Urlaubsplanung auf die Praktikanten einstellen
Muss man auch mal bedenken. Übrigens - Ein Praktikant sollte einfach fernbleiben, wenn er meint, über den Tisch gezogen zu werden. Ist ja kein Problem. Einfach ins Kino gehen, oder so.
Und da schließe ich mich an und mehr noch: das Problem ist Branchenübergreifend.
Bei uns stehen mittlerweile Anwärter auf ein Praktikum vor der Tür, die haben
das Studium fertig in der Tasche. Medienwissenschaftler, Journalisten usw…
Die Unternehmen schrumpfen die Belegschaft - Gewinnmaximierung - ist das erklärte Ziel.
Wer den Fuss in die Tür stellen will, muss zum Teil auf Praktika zurückgreifen und wird gnadenlos ausgelutscht.
kein geld als praktikant zu bekommen, ist ausbeutung, aber die in Deutschland ueblichen 300-500euro auch. Meine Praktikum in Hamburg haette ich mir ohne weitere Unterstuetztun durch meine Eltern nicht leisten koennen, und war dazu auch noch ein mittelmaessiger reinfall. Nichteinmal die Monatskarte wollte die Firma uebernehmen.
Hier in Amiland sieht das irgendwie anderes aus, ich mache hier auch nur ein zeitlich begrenztes Praktikum, aber dennoch gab es schon schon Anfang an halbwegsordentlich Geld, und selbst eine ordentliche Gehaltserhoeung nach zwei Monaten war mehr ein konstruktives Gespraech als ein Gebettel fuer mehr Geld.
Hier schaetzt man Arbeit und entlohnt auch entsprechend.
Was ich hier lese, oh man, da bekomme ich’s kotzen. An den meisten FHs muss man Praktikas machen, da hat man keine andere Wahl, da kann man nicht einfach ins Kino gehen und gut ist.
Sicher ist es auch immer von den Skills eines Praktikanten abhaengig, aber von 500euro/Monat kann man sich grad das Mittagessen leisten. Sowas traegt bestimmt nicht zur Motivation von Praktikanten bei.