Sagt NEIN zu Arbeit ohne Bezahlung !

bist du umgezogen?!
:wink:

loooool…du bist doch hinten im keller!! ich lass mir hier vorne gerade sie sonne auf´m flätz strahlen…:stuck_out_tongue:

Die Kernfrage ist doch, ab das ein Maßstab für mittelständische, aber trotzdem ambitionierte Unternehmen sein muss.
Ambitioniert sind ja alle irgendwo ganz unheimlich, trotzdem erinnert mich diese ganze Geschichte immer an schlechte Filme, wo es um den amerikanischen Traum geht.

Unsere Agentur hat einen ziemlich fetten Kunden, und den haben wir ohne Pitch gefischt. Wir haben an diversen weiteren Pitches teilgenommen, ein paar davon auch gewonnen, und es hat uns eigentlich eher geschadet. Folge-Aufträge bleiben aus, in einem Fall musste man sich Sachen anhören wie “schickt uns doch mal bitte alles rüber, was ihr so an Grafik habt, wir machen das jetzt selbst (haha)”, und Rechnungen für Gestaltungsvorschläge wurden über Jahre nicht bezahlt, weil im Nachhinein behauptet wurde, dass das alles noch im erweiterten Rahmen der Ausschreibung enthalten wäre.

Meine Erfahrung: Kann man mal machen, wenn es nicht an gewisse Ressourcen geht, ansonsten Finger weg.

Du hast mich überzeugt - nimm welche.

Die berühmte Bendig’sche bissige Gelassenheit?
Schon geschehen, bin ja nicht selbstständig. :wink:
Du findest Praktikanten halt scheisse, ich finde fähige Praktikant(innen) ganz gut. Ja die Welt ist ein Karussell… :biggrin:

Vielleicht solltest Du mein Posting nochmal in Ruhe lesen und Dir für die Zukunft ein Beispiel an meiner Gelassenheit nehmen. Es ist hier leicht nachzuvollziehen, daß ich nichts negatives über Praktikanten gesagt habe. Da ich sehr viele (übrigens kostenlos) gut ausgebildet habe, läge mir das auch fern.

Ich habe keine Kraftausdrücke verwendet und Deine Aussagen über mich, zeigen leider nur wie Du drauf bist. Mit mir hat das nichts zu tun.

Nicht selbständig zu sein, ist keine Ausrede, mach Dich halt selbständig und nimm Praktikanten.

Ich bin da wohl etwas über das Ziel hinaus geschossen und Deine Argumentationskette war der Auslöser. :wink:

Im ersten Augenblick mag zwar mein post eine Themenverfehlung sein allerdings sehe ich das Phänomen in einem größeren Zusammenhang und was mich GRUNDSÄTZLICH an den politischen Diskussionen zu diesem Thema stört ist das zu selten über die eigenen Fähigkeiten reflektiert wird und sehr oft die Schuld bei “den andere” liegt.

Ich habe vor kurzem eine Grafikerin im Radio jammern hören, sie sei seit ihrem Diplom vor 13 JAHREN arbeitslos und ihr wurde von der Branche übel mitgespielt!!! Wenn man bedenkt das ende der 90iger Jahre jeder Schweinehirte zu einem Mediengestallter umgeschult wurde weil der Markt leergefegt war, wirft sich doch die berechtigte Frage auf, ob den diese Dame wirklich die richtige Berufswahl getroffen hat.

Umsonst zu arbeiten ist VÖLLIG indiskutabel!!!

Wenn ich allerdings sehe wir oft der Wunsch der Vater des Gedankens ist, wundert mich diese Entwicklung nicht. Der Markt ist übersättigt vom Mittelmaß und darunter leiden nun mal auch die “Guten”, allerdings werden sich diese relativ schnell vom Rest absetzen und dann dürfte ihre Welt wieder in Ordnung sein.

Darüber musste ich schon sehr schmunzeln und gebe Dir auch recht.
Wenn ich allerdings an DSDS denke sieht die Realität leider etwas anders aus und man kann nicht oft genug sagen das es aufs Talent ankommt und nicht auf den Wunsch etwas zu sein oder etwas zu können!!!

Entschuldige meine flapsige Ausdrucksweise, aber die war weder auf dich gemünzt noch als Kraftausdruck zu verstehen, was ich aber denke ich eigentlich nicht erwähnen muss.

…von mir werden sie nicht bezahlt, punkt aus.

Übrigens - Ein Praktikant sollte einfach fernbleiben, wenn er meint, über den Tisch gezogen zu werden. Ist ja kein Problem. Einfach ins Kino gehen, oder so.

Ich meinte in diesen Zeilen einen gewissen provozierenden Unterton bemerkt zu haben; in diesem Gusto habe ich geantwortet. Persönlich angegriffen habe ich dich nicht, persönlich und beleidigend bin ich auch nicht geworden.

Und aus welchen Worten schließt du genau wie ich “drauf” bin? Doch bitte nicht aus dem keineswegs ernst gemeinten, sexistischen Posting eins obendrüber.
Wie gesagt, dein Anfangs-Posting kam bei mir einfach leicht misantropisch angehaucht rüber, und deswegen habe ich überhaupt geantwortet.
Weiterhin habe ich keinerlei Unterstellungen vorgenommen, sondern meine Aussagen auch auf Personen und kleine Agenturen in meinem Bekanntenkreis bezogen.

Tut mir leid, wenn das bei dir so ankam, aber ich kann nicht recht verstehen, warum du dich persönlich angegriffen fühlst und zurückschießt.

Nicht selbständig zu sein, ist keine Ausrede, mach Dich halt selbständig und nimm Praktikanten.

Das blüht mir wahrscheinlich noch früh genug, also die Selbstständigkeit. :-/

Kein Problem, ist schon ok.

Ich meine das alles schon ernst:

“von mir werden sie nicht bezahlt”

Ich nehme kein Geld für die Ausbildung, die, wie Du schon richtig bemerkt hast, mich pro jahr ein paar tausend Euro kostet plus die Zeit, die da reinstecke. Von daher ist die Idee einer Bezahlung echt witzig.

“Ein Praktikant, der über den Tisch gezogen wird, sollte fernbleiben”

Auch das ist mein voller Ernst. Die Leute sollen hier nicht Kopf unter dem Arum durch die tür kommen, sondern wenigstens halb so kaltschnäuzig, wie ich, schliesslich wollen Sie kein Verwaltungsfachangestellter werden, sondern Künstler. Das erfordert Selbstvertrauen, Mut und Talent. Und wenn ein Praktikant veräppelt wird, sollte er binnen 10 Sekunden zur Tür raus sein, das ist doch logisch. Was Dich daran provoziert, musst Du mir mal erklären.

Zur Selbständigkeit: Die “blüht” einem nicht, dazu entscheidet man sich, wenn man den Mut und die Fähigkeiten mitbringt und sich nicht scheut, kostenlos für Praktikanten tätig werden zu wollen, damit die sich woanders über die fehlende “Bezahlung” ausweinen können. Wenn man da Zweifel hat, läßt man das mit der Selbständigkeit besser bleiben, reißt dann aber auch bitte nicht das Maul so auf über andere, die Leistungen erbringen, zu denen man selbst zu träge oder feige ist.

Vielleicht noch ein generelles Wort dazu:

Alle wollen gern ein gut bezahltes Plätzchen haben, wo sie auch noch was lernen dürfen, möglichst unkündbar. Ich nenne das “Sicherheitskonsumenten”. Damit man etwas konsumieren kann, muss das aber auch von jemand anderem produziert werden. Wir haben hierzulande einfach zuviele Sicherheitskonsumenten und zu wenige Sicherheitsproduzenten. Anstatt dem Abhilfe durch eigene Tätigkeit zu schaffen, jammert man einen Thread wie diesen voll.

Dabei ist es ja richtig, was Domingus schreibt, ich würde es mal so ergänzen:

  1. Arbeitet nicht umsonst, sondern nehmt ordentliches Geld dafür
  2. Quengelt nicht nach einer Ausbildung, sondern zahlt ordentliches Geld dafür
  3. Arbeitet an Euch und bietet 1. und 2. für andere an.

So, etwa?

Nun los, Zeitmeister.

hola,

auch wenn ich damit ein wenig abweiche…^^
maxon trägt auch nicht gerade viel dazu bei, dass eine
ausbildung bzw. schulung möglich ist.

habe mich letztens erst bei maxon informiert, ob schulungen im kleinen rahmen durchführbar sind.
wollte ein paar kunden auf ihre wunsch c4d beibringen. dazu gehörten auch
architekturstudis von denen es in aachen massen gibt.
deshalb wollte ich zwei/drei schullizensen erwerben, aber leider vergibt maxon sie nicht zu diesem zweck.

schade, da bestimmt einige dieser kunden sich später eine eigene lizens gekauft hätten und zum verbreitungsgrad beigetragen hätten…

gruss

Hmja. Ich habe immer NFR-Lizenzen gekauft, meinst Du die?

Der Kunde bekommt eine auf ihn maßgeschneiderte Auswahl umsonst, die er nicht hätte wenn er sich direkt an nur eine Agentur wenden würde. Und von den 3 Agenturen, die in der Regel gegeneinander pitchen, müssen nun mal zwei verlieren.

Für den einzelnen Agenturmitarbeiter rentiert es sich eben nicht, denn spätestens nach dem dritten verlorenen Pitch bist Du deinen Job los, wenn Du nicht zumindest einen festen Kunden nebenbei betreust, der dein Gehalt für die Agnetur wieder reinbringt. Und drei Pitches in Folge zu verlieren kann schon mal passieren, egal wie gut Du in deinem Job bist.

Der Vergleich hinkt aber auch mächtig, denn Pitchen bedeutet nun mal wesentlich mehr als ein Angebot zu schreiben, wie Du ja selbst einräumst. Bei Autowerkstätten bezahlt man ja auch selbstverständlich für einen Kostenvoranschlag, selbst wenn man die eigentliche Reparatur dann von einer anderen Werkstatt machen läßt.

Das ist zwar eine nette Geste, aber zahlt der Kunde auch ein Pitch-Honorar, das für die Agentur zumindest die Gehälter der am Pitch beteiligten Mitarbeiter abdeckt?

Der Logik folgend sollte es auch reichen auf das Portfolio der Agentur auf der Homepage zu verweisen, um seine Kompetenz zu untermauern.

Wie gesagt, das alles unter der Prämisse, daß kein Pitch-Honorar gezahlt wird. Solange dafür bezahlt wird halte ich die Praxis des Pitchens auch für in Ordnung.

Gruß, Joe

Das “Pitschen” ist doch das gleiche, wie die Praktikantenverarsche: Nur wer das nötig hat, fällt darauf rein. Bei den Praktikanten kann man nur hoffen, daß sie selbst zur Einsicht gelangen und sich vernünftige Betriebe aussuchen oder sogar eine Ausbildung bezahlen. Bei den “pütscherigen” kann man hoffen, daß die Kosten der Pitscherei sich zu einem Regulativ entwickeln.

Solange aber Agenturen mit kostenlosen Praktikanten pitschen, mache ich mir lieber einen schönen Earl-Grey und erweitere das eigene Wissen und Portfolio.

:wink:

Eine Klarstellung mal an den Anfang:
Ich habe mir diese Gesprächs-Ebene und den Ton, den du jetzt anschlägst, nicht ausgesucht, weswegen ich auf das “Nun los, Zeitmeister” auch nicht reagieren werde.

Aber gut.

wenn ein Praktikant veräppelt wird, sollte er binnen 10 Sekunden zur Tür raus sein, das ist doch logisch. Was Dich daran provoziert, musst Du mir mal erklären.

Das kommt doch wohl darauf an, wie man “veräppeln” definiert.
Dass man als Praktikant nur (bedingt) Anspruch auf ein Praktikanten-Gehalt hat, ist klar. Wenn einem als Praktikant jedoch gewisse Versprechungen gemacht werden, die im Nachhinein nicht eingehalten werden (z.B. eine Zusage für eine Festanstellung), und man aber nun mal seine 3 Monate für’s Diplom benötigt, werden wohl die wenigsten die Kaltschnäuzigkeit besitzen, 2 Tage vorher zu gehen und damit die Bescheinigung auf’s Spiel zu setzen.
Studieren soll ja mittlerweile richtig Geld kosten.
Selbstvertrauensbildung ist ja ein Prozess, den man durch Reputation erst erlernt.
Provozierend an deiner Aussage war für mich, dass du diese Abgebrühtheit bei unerfahrenen Leuten voraussetzt. Meiner Ansicht nach kann man das nicht.

Wenn man da Zweifel hat, läßt man das mit der Selbständigkeit besser bleiben, reißt dann aber auch bitte nicht das Maul so auf über andere, die Leistungen erbringen, zu denen man selbst zu träge oder feige ist.

Ich “reiße” weder “das Maul auf” (Achtung, Kraftausdruck), noch hat das was mit Trägheit oder Feigheit zu tun.
Sich selbstständig zu machen, ohne eine gewisse Chance auf Kunden oder eine (lokale) Marktlücke zu haben, ist in meinen Augen mehr als gewagt…
erstrecht, wenn man finanziell abhängig ist und keine Rücklagen hat.
Dann kann ich für mein Gewissen beruhigt von Dummheit bzw. vom falschen Zeitpunkt sprechen.
Was dieser Schritt an Mut und finanziellem Durchhaltevermögen bedeutet, weißt du viel besser als ich, deswegen verstehe ich nicht, warum du mich damit angehst. Ich kenne genügend Leute, bei denen es schief gegangen ist, und genügend Leute, bei denen das die beste Entscheidung in ihrem Leben war.

Wir haben hierzulande einfach zuviele Sicherheitskonsumenten und zu wenige Sicherheitsproduzenten. Anstatt dem Abhilfe durch eigene Tätigkeit zu schaffen, jammert man einen Thread wie diesen voll.

Dass ist populistisch, verallgemeinernd und vom Prinzip her nicht richtig.
Du sprichst mit deiner Aussage jedem Angestellten die Funktion ab, als produktiver Teil eines Arbeitgebers indirekt zur Produktion von Sicherheit beizutragen.
Wenn sich jeder selbstständig macht, gibt es dann nur noch Sicherheitsproduzenten? Aber für wen wird dann die Sicherheit produziert, wo doch keiner mehr Sicherheit konsumieren braucht?
Vielleicht sehe ich das zu banal, oder ich verstehe es nicht.

Richtig ist, auf den pädagogischen Sektor der Ausbildung oder des Praktikums bezogen, dass den Leuten die Notwendigkeit der Bildung als klarem Kostenfaktor bewusster gemacht werden muss, das ist keine Frage.
Aber nicht in dem Maße von unentgeltlicher und unangebracht hoher Leistungserbringung.

  1. Arbeitet nicht umsonst, sondern nehmt ordentliches Geld dafür
  2. Quengelt nicht nach einer Ausbildung, sondern zahlt ordentliches Geld dafür
  3. Arbeitet an Euch und bietet 1. und 2. für andere an.

Sehe ich genau so, ich habe nie etwas anderes gesagt.
Aber warum genau nimmst du denn keine Praktikanten mehr an, wenn du so gute Erfahrungen damit gemacht hast?

hallo jens,

studentenversion = not for resale!?
ehrlich gesagt,- keine ahnung…
ich habe dazu keine weitere auskunft erhalten, schade ne.^^

gruss

nun…bezweifel aber stark, das der kunde eine auswahl eines verlierers nutzt, denn das wäre ja schlichtweg diebstahl.

jut,…mit dem job wären wir uns ja dann einig…hab ja immerhin sowas auch schon angemerkt.
zitat:schlimm ist´s dann nur, wenn man dann immer NUR zweite und dritte macht. kann eine agentur dann ganz schön minimieren…
gutes beispiel wäre wohl WPW?!?

jo…hab ich ja auch schon in der richtung angemerkt…und auch, dass es ja auch um ein wenig mehr geht als “nur” die autoreperatur für 1000€.

nöööö…aber wie jesacht…die PM´s werden es sich vorher schon gut durch den kopp gehen lassen, ob´s sich für die agentur zum schluss rentiert oder net…

machen sie im normalfall ja auch, oder?!? :wink:

wer soll den pitch zahlen? der kunde, oder die agentur?
der letztere bezahlt seine mitarbeiter im normalfall ja auch dafür! :slight_smile:

grüsse

yxin

Praktikanten nicht zu bezahlen, widerspricht geltendem Recht.

Die Praxis sieht schon alleine deswegen anders aus, weil sich die meisten Unternehmen unter einer riesigen Fülle an Bewerbern die “besten” aussuchen können. Somit kann man zumindest davon ausgehen, daß eine symbiotische Beziehung zwischen Praktikanten und Unternehmen entsteht, denn der Praktikant, der nach dem Auswahlverfahren über nachweißlich gute theoretische Kenntnisse verfügt, wird schließlich in den praktischen Betrieb eingebunden und leistet keine Hilfsarbeit.
Wer also gezielt Praktikanten anwirbt um sie in die Produktionspipeline einzubinden und von vornherein nicht an eine Bezahlung denkt, nutzt System und Menschen aus um sich und Anteilseignern die Taschen zu füllen.

Der Standpunkt: Warum sollte ich einen “Schüler” bezahlen, trifft auch nicht den Kern. Auch wenn es als Renommee gilt in einem namhaften, profitablen Unternehmen ein Praktikum absolviert zu haben - wer ein gewinnbringendes Geschäft mit seiner Arbeit unterstützt, verdient eine entsprechende Entlohnung! Die gängige Praxis der “no money Praktis” ist erniedrigend und asozial.

Tilo

Keine zu nehmen ist aber erlaubt, richtig? Puh, gut, daß ich keine mehr nehme, was?

Ich habe doch welche genommen. Warum DU das nicht tust oder wenigstens bezahlen willst, das ist doch die Frage, die Du Dir zu stellen vermeidest.

Naja, ist ja nicht so schlimm. Ich schule auch gelegentlich und kaufe dafür dann eine NFR-Lizenz hinzu. Kann dieses Jahr wieder passieren.