hier ein bißchen Gerüst für den Blobby-Transporter. Bislang sieht’s noch etwas zu regelmäßig aus, das wirkt “moderner” als angemessen. Ein bißchen Alterung und ein paar Gadgets wären sicher nicht verkehrt.
Komisch … hab schon wieder nicht gemerkt, dass Du was reingestellt hast. Das scheint nur beim Nebenforum zu passieren. Wie auch immer. Sieht ganz gut aus, aber … das GZP will doch eigentlich die Blobbies von der Vorzügen der Zivilisation überzeugen. Irgendwie kommen die mir schon reichlich zivilisiert vor mit ihren schicken Reihenhaussiedlungen und Dampfmaschinen (!?)
Jaaaa… wobei die Dampfmaschinen ja schon seit langem Teil der Story waren. Die Blobby-Zivilisation ist vulkan-dampfgetrieben… aber einen Wagen mit einem Vulkan zu betreiben ist etwas schwierig, deshalb muß es wohl auch autonome Dampfmaschinen geben. (Auch die Idee mit dem Teleskop ist ja schon länger da.)
Sollten die Blobbys komplett unzivilisiert sein? Sozusagen Steinzeit-Blobbys? Dann passen die Häuser und die Holzbearbeitung auch schon nicht mehr ins Bild… ich denke, es ist mehr die “andere” Art der Zivilisation, die die Blobbys betreiben, und es ist der radikale Exzeß Roburs, den sie ablehnen, mit Hochhäusern und Krawatten und Handys. Ein bißchen Zivilisation braucht ja jeder, ich möchte mein Klopapier auch nicht missen
Im Grunde ist Roburs Landung der Einbruch einer konformistischen, autoritären, alles verschlingenden Konsumwelt ins Schlumpf-Idyll. Die Blobbys brauchen Robur auch deshalb nicht, weil sie sich auf ihre eigene Weise entwickeln; sie sind keine Wilden, sondern haben sich für eine “entschleunigte” Lebensweise entschieden, die jedoch nicht ohne ihren eigenen Fortschritt ist. In einer Bauhaus-Galaxis ist der Blobby-Planet die Hundertwasser-Oase
Davon abgesehen, leidet das Projekt da natürlich unter einem gewissen Mangel: Der Konflikt zwischen Robur und den Blobbys ist vom Design her nicht so kontrastreich, wie er sein könnte. Die Blobbys mit einem wuchernden, chaotischen Gartendesign und komischen Steampunk-mäßigen Maschinen könnten einem glattgeschmirgelten, stromlinigen Robur gegenüberstehen. Aber schon mein Raumschiff ist sehr cartoonig und weit weniger “streng”, als es der Mentalität der Corporate Galaxy entsprechen würde. Naja, beim nächsten Mal weiß ich’s besser…
Der Dampftransporter wird natürlich noch gealtert und ornamental verziert. Die Dampfeffekte gehen jetzt zeitlich einigermaßen, bin gespannt, wie das in einer Szene mit ein paar Millionen Polys aussieht…
Das werden wir wohl am besten hinkriegen, indem wir die von Robur gezeigte “Vision” von modernisierten Blobbys entsprechend anpassen.
Es ist aber schon wahr, daß dampfmaschinenhantierende Blobbys einen geringeren Kontrast zu Robur abgeben; eine pseudo-industrialisierte Welt ist eben keine Steinzeit und keine Schlumpfidylle. Kurzfilm lebt von Kontrasten, insofern wären die ganz primitiven Blobbys natürlich die “besseren” Opponenten. Aber bei mir schlägt da dann doch die “Realismusader” durch - gänzlich primitive Blobbys wäre gar nicht dazu in der Lage, zu erkennen, was Robur ihnen anbietet, oder sie würden es gänzlich mißverstehen (wie in dem ursprünglichen cartoonigen Konzept, wo sie an Roburs Schiff herumfuhrwerken).
Die Idee ist, daß die Blobbys eine bewußte Wahl treffen. Sie können Roburs Vision als solche beurteilen und für sich ablehnen. Es gibt kein Mißverständnis zwischen ihnen, sie treffen als Gleichwertige aufeinander, und die Blobbys wissen halt, was sie wollen.
Aber ich sehe natürlich auch den Nachteil des Konzepts… es ist halt nicht mehr witzig. Robur ist ein Zeuge Jehovas, und die Blobbys schlagen ihm die Tür vor der Nase zu. Es gibt zwar Gelegenheit für eine Reihe kleiner Sight Gags, zu denen ich auch Roburs Abgang zählen würde, aber die Pointe ist eigentlich nur, daß Robur eben nicht der erste zivilisatorische “Messias” war…
Hmm. Reicht das, um die Story rüberzubringen? Oder brauchen wir einen anderen Clou?