welche Kameraeinstellung entspricht menschlichem Auge

Hi,

weiss jemand welche Kamera, Brennweite, Sensor, Distortion etc. (mit Octane) ich wählen muss
um möglichst genau den Blickwinkel/Sichtfeld einer stehenden Person zu realisieren?

ganz lieben Dank!
Michael

Mit einer Brennweite von 50mm bei einer Sensorgröße von 36 mm (Vollformat) solltest Du den menschlichen Sehgewohnheiten ziemlich nahe kommen.

Was die “stehende Person” betrifft, mußt Du halt Deine Kamera entsprechend auf der gewünschten Augenhöhe positionieren. Ich würde mal sagen, so im Schnitt auf 1,60m über Boden, +/- 10 cm.

Ansonsten hätte ich da noch einen informativen Link für Dich, wenn Du Dich genauer mit der Thematik beschäftigen willst: Die beste Kamera der Welt: Das menschliche Auge + Vergleich mit der Fotografie (Blende, Bildwinkel, Brennweite Fokus und Dynamikumfang) - Fotoworkshop Stuttgart

Hi,

danke für das Feedback!

Vermutlich bin ich zu blöd, aber das kann doch nicht stimmen.
Mit 50mm Brennweite und 36mm Sensor bekomme ich eher ein Tele.

Wo ist denn da mein Fehler?



Liebe Grüße
Michael

Bist Du Dir da sicher?
mMn nimmt man 50mm für Portraits usw, weil die Verzerrung minimiert ist, aber es sind nur 40° Blickwinkel. Das ist schon sehr wenig.

Vielleicht der Supercomputer und Bildprozessor dahinter: Das Hirn.

hilft mir jetzt nicht wirklich weiter …

Ich muss simulieren, was ein Mensch in einem definierten Raum aus verschiedenen Positionen (sitzend, stehend, aus der Ecke etc.)
sehen kann. Mit einer Cam mit 50mm Brennweite und 36mm Sensor funktioniert es definitiv nicht - da viel zu enger Sichtbereich.

Also ein Weitwinkel nehmen und schätzen?
Dachte halt, da gibt es ne Vorgabe

Der Mensch hat ca. ein 150° Blickwinkel pro Auge. Ich würde jetzt einfach ein Bogenspline auf 150° Stellen und die Kamera entsprechend weit aufziehen, das passt dann schon. :wink:

Jo danke! Das mit dem Bogen auf 150° ist ein guter Anhaltspunkt!
So ähnlich habe ich es jetzt auch mal geschätzt.

Trotzdem komisch, dass es da in C4D nichts definierteres gibt.

danke Euch!

Ganz so simpel ist das doch auch gar nicht: der Wahrnehmungsbereich dürfte doch über 180° liegen. Auch wenn der eigentliche Sichtbereich schon deutlich enger ist. Ein großer Bereich am Rande ist zwar noch im Wahrnehmungsbereich, aber dort “sieht” man eigentlich nicht. Man müsste also eine fette Vignette über alles legen…
Die menschliche Wahrnehmung zweidimensional abzubilden halte ich für ein echt schwieriges Unterfangen.

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Selbiges für die Schärfe.

Sehen ja, fokussieren im doppelten Sinne (Auge/gehirnmässig) nicht. Streck die Arme nach rechts und links aus und zappel mit den Daumen (nicht unbedingt im Büro :D). Ich kann sie jedenfalls als Daumen erkennen :wink: Deshalb haben mich die 50mm/53° auch immer irritiert.
Aber eine Kamera mit den Werten wird als ziemlich unangenehm empfunden, da der Bogen der 180° idR. auf eine viel kleinere Fläche zusammengestaucht wird. Da kommen dann die 50mm her. Da einen schönen Mittelwert zu finden, ist schon schwierig.
Es sei denn, man kann den Bogen auch auf eine gebogene Fläche abbilden …

Bei KB entspricht die Brennweite von ca.50mm den Sehgewohnheiten vom Auge. Weil du selten nur geradeaus schaust, sondern dein Auge ständig in Bewegung ist und die Umgebung abtastet, kommen dir die 50mm wie ein “Teleobjektiv” vor. Du musst unterscheiden was du tatsächlich ohne Abtasten siehst und was du in deinem “Sichtbereich” wahrnimmst.

Stell Dich mal in (D)ein Zimmer, schau stur gerade aus und versuch mal zu analysieren, wieviel Du wirklich siehst (nicht mit den Augen umsehen, also weder Kopf, noch Augen bewegen).

Mit beiden Augen zusammen (!) hat ein Mensch ein Sichtfeld von ca. 170° wovon tatsächlich aber nur ca. 10° wirklich scharf sind. Dadurch das wir im allgemeinen aber nicht starr nur einen Punkt fixieren nehmen wir aber einen Bereich bis zu 35° als Scharf war.

Die tatsächliche Brennweite des Auges liegt übrigens angeblich bei ca. 17 mm, aber unsere Netzhaut entspricht natürlich auch keiner Sensorfläche von 36 mm.

Und hast Du mal den Link angeschaut, den ich oben mit verlinkt hatte?

Dort sollten eigentlich alle Deine Fragen beantwortet werden. :cool:

Hier ist er nochmal:
Die beste Kamera der Welt: Das menschliche Auge + Vergleich mit der Fotografie (Blende, Bildwinkel, Brennweite Fokus und Dynamikumfang)

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Da würde ich eher 150° in das Blickwinkelfeld der Kamera eintippen und Enter drücken :wink:

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:pat:

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Das hätte man mit 2 Minuten googlen übrigens auch schnell selbst herausgefunden. Just saying :wink:

Hmmm, kann man machen. aber ein Rendering damit entspricht NICHT meinen normalen Sehgewohnheiten. Das ist nähmlich extrem weitwinklig. Da ist es wohl zielfürender, mehrere versetzte Bilder mit einer Standardkamera zu machen und die nebeneinander zu packen.

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alles was ich über Google gefunden hatte, war ähnlich zu 50 Brennweite und 36 Sensorgröße.
Was aber, meiner Meinung nach, überhaupt nicht der Wahrnehmung des menschlichen Auges entspricht.
Zumindest nicht in C4D.
Ich wollte ja nicht zeigen, was das Auge wirklich scharf sehen kann, sondern eher das gesamte Blickfeld,
welches es wahrnehmen kann.
Im “Gesichtsfeld” 150° direkt eintragen empfand ich als zu weitwinklig.

Hatte gehofft, dass es generell für C4D/Octane Kamera ne “Standard”-Einstellung für sowas gibt.

Am Ende dann doch nach Gefühl!
Und da bin ich bei 24/36 gelandet.

Du könntest aber auch ein 360° Bild rendern und in einem entsprechenden Bildbetrachter bzw. Cardbox oder vr Brille anschauen, das müsste doch recht akkurat sein.

Das Thema wird schon sehr lange diskutiert. Wenn im Film Kameraleute die Illusion einer technischen Kamera aufheben wollen filmen sie meistens mit 35-40mm Brennweite um einen menschlichen Blickwinkel zu “generieren”. Damit wird der Eindruck auf einer 2d Leinwand geschaffen, der Zuschauer sei ein Teil der Welt und kein Beobachter durch eine Linse. Die 35/40 mm scheinen wohl dem Blickfeld sehr nahe zu kommen. Zumindest in seiner filmischen/psychologischen Wirkung.
Roger Deakins hat zB 1917 mit 35mm und 40mm Brennweiten geschossen um den Zuschauer in die Szenen zu “holen” und die aktive gelenkte, filmische Kamera aus der Wahrnehmung verschwinden zu lassen.

Ich denke, dass ist hier ein Fall bei dem man zwischen technischem Blickwinkel des anatomischen Auges und psychologischer Wahrnehmung eine Entscheidung treffen muss.

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