3D-Scan vs. Modeling - wer hat Erfahrungen?

Weia, dann vergess’ ich das gleich mal wieder. Aber jeden Patch-Punkt manuell setzen? Wo ist dann der Unterschied zum kompletten Remodeling, wo ich mit “Snap to Point” genau das gleiche erreiche? Irgendwie nicht wirklich einleuchtend…

Bernd

ich gebe der iges-datei 10 punkte.

gruss m

hast du mal ein konkretes beispiel fuer eine konvertierung? kann ja mal schauen ob ichs irgendwie hinbekomme.. wir haben hier einiges an cad software… mail: jens.fersterra@teccon.info

ich gehe mal davon aus das “snap to point” eine c4d funktion ist?
unsere kunden benoetigen iges dateien als volumenkoerper…

danke, das freut mich zu hoeren!

aber zum animieren koennte man so eine datei nicht nehmen oder (zu hohe renderzeiten)??

Nein, ich modelliere nicht mit C4D, sondern mit FormZ. Damit kann ich Volumen, NURBS-Flächen etc. erstellen (ist ein ACIS-Modeler), und AUCH Polygondaten bearbeiten. Eigentlich also die perfekte Schnittstelle zwischen den Welten. Für FormZ gibt es ein käufliches Re-enginering-Plugin, mit dem ich ziemlich lange herumexperimentiert habe… aber es kommt nichts sinnvolles heraus.

Ich habe über 10 Jahre sehr weitreichende Erfahrung mit Datenkonvertierung CAD -> diverse Animationsprogramme/Renderer, deshalb war ich bisher derjenige, der immer ellenlang erklärt hat, warum C4D -> CAD nicht (bzw. nur über Re-engineering) geht, aber den Job kriegst jetzt du :wink:

Die von dir genannten Kosten/Stundensätze finde ich grundsätzlich ok, deshalb werde ich euch vorbehaltlos für derlei Jobs weiterempfehlen… nur die IGES würde ich mir eben gerne noch angucken… mal sehen, vielleicht geht’s jetzt wieder…

Nachtrag, die eigentliche Frage war noch nicht ganz beantwortet: Wenn ich in FormZ Kurven oder Flächen etc. anlege, kann ich die Maus auf beliebige vorhandene Topologien einrasten lassen (Point, Center of Face etc.). Somit kann ich die Kontrolllinien für NURBS-Flächen auf Polygon-Meshes legen.

Bernd

C4d verträgt beides,

jedoch ist binär wesentlich kleiner und informativer:
19.524kb
points:199.923
polygone:399.842

ascii:
105.894 kb
points: 199572
polygone: 396.542

wo die fehlenden 351 punkte sind,
ist mir jetzt auf den ersten blick nicht aufgefallen :wink:

gruss m

Eine IGES-Datei direkt ist sowieso nicht animierbar, sondern muss (für praktisch alle Renderer/Animationsprogramme) konvertiert werden. Wenn ich für C4D (und alle anderen Programme) Daten konvertiere, nehme ich aber deswegen immer parametrische Daten (IGES, STEP, SAT…) anstatt Polygonformaten, weil dann die Auflösung während der Konvertierung steuerbar ist. Ich kann also jeweils den idealen Kompromiss zwischen Optik und Datenmenge nach Bedarf selbst wählen.

Bernd

naja, vielleicht “turntable”.

Aber das Objekt in ein HN legen, würde ich mich nicht trauen…

wären dann bei einer HN-Unterteilung von 2 so ca.
1,6 millionen polys
bei einer HN-Unterteilung von 3 so ca.
20 millionen polys…

gruss m

dann hast du recht, was anderen machen wir mit pointmaster bzw. geomagic auch nicht… die frage ist nur wie genau formz dabei arbeitet, bzw. laesst sich auch die abweichung der flaeche zur punktewolke ueberpruefen? sprich: soll-ist-vergleich?

ahh, sehr interessant.. darf ich fragen mit welchem programm du in der regel konvertierst?? mit formz?

Nein, die neu erstellte Fläche basiert ja nur auf den manuell erstellten Kurven und hat keinen Bezug zur Punktwolke. Kann also je nach Komplexität des Modells durchaus abweichen und ist somit eher eine Behelfslösung, wenn alle anderen Stricke reißen. Der Soll-Ist-Vergleich existiert aber im Re-Engineering-Plugin.

Bernd

Ja, viel mit FormZ, allerdings auch mit IronCad, PolyTrans (+CAD + Granite-Pack) u.a.

FormZ bietet die beste Kontrolle über das Endergebnis und erlaubt hierarchische Restrukturierung, PolyTrans ist die Abteilung “Quick & Easy”, wenn die Daten mit Standardeinstellungen unproblematisch sind, und IronCad als Zwischenstation z.B. für CATIA4- und Parasolid-Daten… und weil manchmal CAD-Daten nicht in jedem Programm gleich ankommen :wink:

Bernd

die neuen Flächen sollten doch exakt durch die Punkte der Wolke gehen?
Oder wieso macht man ansonsten Flächenrückführung???

Gruss m

Die Punkte der Wolke haben, wie auch Polygonmodelle, eine endliche Auflösung. Eine Kurve entspricht also einer Folge gerader Segmente, je nach Punktdichte. Natürlich besteht aber das reale Modell NICHT aus einer Folge gerader Segmente. Deshalb versucht man über das Re-engineering, den ursprünglichen Kurvenverlauf wieder herzustellen, was bedeutet, dass eben NICHT jeder Einzelpunkt der Wolke verwendet wird. Ansonsten könnte ich das Polygonmodell direkt als IGES/SAT etc. exportieren. Dann wird jedes Polygon in eine NURBS-Surface gewandelt, die Datei ist jedoch ziemlich bis komplett unbrauchbar.

Bernd

…ich steig aus.

Punkte und Auflösung,
(dachte Punkte sind Dimensionslos und somit Auflösungsunabhängig)

Eine Kurve besteht aus geraden Segmenten.
(dachte dies gilt für visualisierung und polygonmodelle,
nicht für iges modelle nach der Flächenrückführung
(so wie fersy`s datei)
oder für das mathematische model einer Kurve, um Richtung, Orthogonalen und Tangenten bestimmen zu können)

das ist zuviel für mich…

gruss m

… nee, bleib mal da… vielleicht muss ich’s einfach genauer formulieren.

Ja, klar, aber die Dichte, in der die Punkte gesetzt sind, DEFINIERT die Auflösung. Wie beim normalen Scanner auch.

Prinzipiell ja auch richtig, aber bedenke, dass das IGES-Modell ja auf einem Scan/einer Punktwolke und (zumindest theoretisch) einem resultierenden Polygonmodell basiert.

Prinzipiell kannst du dir das tatsächlich wie beim normalen Scan vorstellen (z.B. eine Strichzeichnung), der dann vektorisiert wird: Entweder man vektorisiert automatisch, was dann oft in Millionen Punkten und ebensovielen klitzekleinen Segmenten resultiert, die nur von weitem besehen eine Kurve repräsentieren, oder man zeichnet z.B. einen Scan in Illustrator nach, wodurch du saubere Kurven mit wenigen Punkten erhältst, aber dafür minimale Abweichungen von einzelnen (Scan-)Punkten möglich sind. Es kann aber sein, dass die gezeichnete Kurve mehr dem ursprünglichen Plan entspricht als das Resultat eines (endlich aufgelösten) Scans.

Bernd

Also, Statusbericht meinerseits: Die IGES-Datei konnte recht problemlos in einen Solid (Volumen) umgewandelt werden… ist jetzt z.B. eine 46 MB SAT-Datei. Guckt recht sauber aus, aber die dem System innewohnenden Probleme sind auch sichtbar: Ein weiteres Editieren des Modells in einem CAD-System ist nicht gerade trivial. Bild anbei…

Grüße,
Bernd

das ist leider nur selten moeglich, da die flaechen ja nicht “sauber” aufgebaut sind..

Schon klar… deshalb habe ich dieses Verhalten ja als “systemimmanent” bezeichnet. Im Prinzip sahen meine FormZ-Re-engineering-Dateien ähnlich aus, nur a) war dieser Detaillierungsgrad definitiv nicht erreichbar und b) konnte man da locker einen Tag drauf warten. Und wenn ein Parameter nicht stimmte, dann kam gar nichts heraus.

Es ist aber hilfreich, diese Möglichkeiten und Grenzen mal hier bildhaft zu sehen. Diese Bilder und Dateien sind eine recht brauchbare Demonstration des Machbaren, wenn man ein C4D-Design in ein CAD-System überführen möchte… und dann sollte man doch evtl. ein anderes und geeigneteres Tool wählen :wink:

Grüße,
Bernd