In C4d investieren oder lieber nicht?

sehr gutes argument!
dass is ja bei (fast) allem so… entweder men versucht alles zu können (gelingt in sehr wenigen (ich kenn eigentlich keine) fällen) oder man spezialisiert sich und wird da richtig richtig gut, dafür gibts nicht nur bei software sondern in fast jedem wirtschats- und in etlichen lebens-bereichen beispiele.

das ganze am beispiel cg oder 3d… da bekommt maxon wohl vorallem durch bodypaint einen fuss in etliche türen grosser cg-produktionen… darauf frag ich mich natürlich gleich… will ich (als maxon)nicht vor allem kraft in innovationen bei bp3 setzen um da führend zu “bleiben” und cinema halt weiterhin im mittelfeld dümpeln lassen… es reicht dann nämlich wenn cinema mithalten kann und muss nicht vorneweg schwimmen… ist wohl einfacher und effektiver…

wenn ich momentan zumindest die thinking particles und clothilde anschau (beides funktionen mit welchen ich mich die letzten monate stark beschäftige) dann seh ich auf der andern seite das zauns (partikelsystem in maya zb.) vollständigere angebote. wenn ich nun mit nurbs arbeite, seh ich rhino oder c4d “erweiterungen” wie das spline-pack oder patch-modelling und frag mich wieso da dass programm selbst noch so weit in der “urzeit” stehen blieb? loft- und sweepnurbs sind wohl nichts mehr innovatives in 2007…

ich frag mich nun eigenlich auch, was die gesamt-strategie von maxon ist? soll 4d allrounder im mitteelfeld bleiben? soll es zum delux-polymodeller werden und nurbs gibt nur am rande? soll es irgendwann animations und texturing spezialist sein? ist es nur ne hauseigene software um bodypaint 6.0 vorzuführen? (irgendwann..?) fragen über fragen…

Ich werde auch mal meinen Betrachtungswinkel auf das Thema darlegen und, auch wenn er subjektiv geprägt ist wie jeder Post, versuchen halbwegs neutral an die Sache heranzugehen als reine Beobachtung eine bestimmten Sektors der 3d Branche. Auch wenn solche Posts oft als arrogant ausgelegt werden können so möchte ich vorher feststellen dass dies, auch wenn so klingen mag, keine Belehrung sein soll sondern einfach eine Klarstellung bestimmter Aspekte aus meiner Sicht. Ich denke dass jeder der beruflich mit einer bestimmten Anwendung zu tun hat im Laufe seine Arbeitszeit viele Einblicke in Dinge gewährt bekommt die einem privaten User u.U. verwehrt bleiben oder falsch dargstellte werden.

Generell ersteinmal zu dem Zitat aus dem Artikel. Artikel, gerade die renomierter Fachzeitschriften, sind in aller Regel keine verlässliche Quellen für Informationen. Es gibt zwei wesentliche Punkte die zwar im Falle von Blender nur teilweise zutreffen, aber um so mehr auch für andere Artikel gelten, gerade solche über “Produktionsdetails”. Im Falle von Software Reviews müssen wir bedenken dass Zeitschriften oftmals eng mit Softwareschmieden zusammenarbeiten, und somit defintive Präferenzen vorliegen. Auch sind Reviews für eine bestimmte Gruppe von Personen zugeschnitten, eben jene, die über die Materie keinen direkten Überblick haben, also oftmals Leute die auf Software nicht in einer Produktion angewiesen sind, zum anderen sich evtl gar mit der materie 3d ansich nicht allzutief auskennen.Der vorliegende Artikel ist weder vergleichend noch nimmt er in irgendeiner Form Stellung zu anderen Software-Packeten. Es ist eine Wiedergabe eine Person die sich Blender angeschaut hat – das Zielpublikum ist der Hobbyuser welcher sich defintiv aufgrund des Kostenfaktors zu Blender hingezogen fühlt. Er versucht Blender neutral zu bewerten. Über die Verwendbarkeit von Blender trifft er keine konkrete Aussage, somit auch nicht ob eine Investition in andere Software nicht evtl lohnender wäre, wobei lohnend sich über den konkreten Verwendungszweck definiert. Ähnlich hätte ein review über truespace oder ein Spezialprogramm wie Moi, aber generell auch über anderen tools wie Maya oder Houdini ausfallen können.

Du, blacktoon sagst, das höre sich nicht “schlecht” an. Nein – es sagt aber garnichts darüber hinaus in wiefern Blender auch nur Ansatzweise mit Cinema oder anderen Tools mithalten kann. Es sind relative Allgemeinaussagen die mich vollkommen nicht interessieren wenn ich eine konkrete Problemstellung mit einer Software zu lösen habe. Die Aussage der Zitates ist für die vorliegende Diskussion im Grunde genommen wertlos.

Gehen wir weiter zum Problem mit Zeitschrifteninformationen generell, und warum diese oftmals weniger als ansatzweise Aussagekräftig sind.

Autoren für Zeitschriften sind in aller Regel aussenstehende die den Auftrag bekommen, oder ihn sich selbst zur Aufgabe machen, eine Fülle von Informationen in einen Artikel zu komprimieren, der für den Durchschnittsleser verständlich bleibt. Die Informationen kommen dabei von einem Interviewpartner, über Dritte, oder sind gar aus dem Internet zusammengelesen (das lasse ich mal als Unterstellung, den manche Artikel wiederholen fats wortwörtlich “Internet-Mythen”, die sich über so manche Produktion verbreiten).

Um auf den Punkt mit Artikeln zu kommen, die konkrekte Produktionen besprechen, und deren Glaubwürdigkeit, müsste ich erstmal etwas weiter ausholen. Man würde meinen dass es heutzutage den meisten Usern von 3d Apps bekannt ist, welche Komplexität eine Film-Pipeline umfasst(und ich nehme den VFX Bereich als Beispiel da dies nunmal mein Tätigkeitsfeld ist.), dennoch stelle ich immer wieder fest das sich viele User den Kopf darüber zerbrechen ob ihr geliebtes Produkt nun in Blockbuster xy verwendet wurde oder nicht. Glaubt mir, egal was ihr in einer Zeitschrift oder einer Werbe-Seite eines Hersteller liest, es stimmt nicht. Ich denke tatsächliche währt ihr erschreckt, inwiefern Programm xy denn nun wirklich verwendet wurde, oder in wiefern die Artists überhaupt damit zufrieden waren. Glaubt mir, ich durfte schon so manchen Artikel belächeln über Produktionen an denen ich gearbeitet habe.

Generell – es gibt nicht “DIE” Software. Eine Film-Produktion ist ein Zusammenspiel der verschiedensten Packete, und auch Maya spielt da, trotz großer Verbeitung, keine defintive Vorreiterrolle wie die Medien es gerne verbreiten. Genausowenig werden “fast alle Filme” mit PRMan gerendert, und genausowenig wird von Modellern nur eine einzige Software genutzt, und genausowenig macht es vielen “Spass” mit zBrush zu sculpten. Eine Filmpipeline ist ein komplexes System miteinandern verwobener und teilweise stark modifzierte kommerzieller Tools mit Eigenentwicklungen. Sie ist ein fester Apparat, bei dem einzelne Artist dennoch die Möglichkeit haben ihren Vorlieben, sofern es das Studio erlaubt, nachzugehen. Es gibt kommerzielle Tools die sind in der Filmbranche vertreten, es gibt Tools die findet man selten und es gibt Tools die findet man fast garnicht einfach weil sie sich für Nichts eignen. Beispielsweise Blender, ausser bei einzelnen Leuten die Previz machen. Warum ist das so? Historische Entwicklung. Tool x war vor Tool y da. Punkt 1. Es ist aber so dass viele Programme einfach Stärken in einer Produktionsumgebung haben, dazu gehören Features die dem Privatuser in vielen Fällen nichts nützen oder ihn tatsächlich überfordern würden. Programme erfüllen anforderungen von Nieschen – Houdini, ein perfektes Programm das eine Ecke Dinge gut kann (wir sprechen von Dynamics/Simulationen) das aber in anderen Bereiche (userfreundliche Animation, Modelling) unbrauchbar ist in einer Umgebung in der es auf Effektivität ankommt. Dort, gibt es ganz klar bessere Alternativen. Der einzelne mag dies bevorzugen, der andere das, dennoch wird man in bestimmten Bereichen, nehmen wir Characteranmation, immer wieder auf Maya und XSI stossen, seltener aber auf Max oder Lightwave.

Wir haben hier auch eine ganz klare Trennung von TV- Effekten und Kinoeffekten. Denn im amerikanischen TV besteht tatsächlich eine deutliche Neigung hin zu Lightwave, auch wenns natürlich Newteks Veröffentlichungen auch nicht immer ganz der Wahrheit entsprechen. Was nicht heisst das es wiederum in bestimmten Bereiche auch andere Programme anzutreffen sind oder vereinzelt auch Produktionen mit ganz anderer Software angegriffen werden. Aber es gibt Trends und relativ eindeutige Kategorien in denen sich Programme bewährt haben.

Warum ist das ganze wichtig um die Glaubwürdigkeit eines Artikels anzuzweifeln.
Wie oft lest ihr in einem Artikel, sei es in der DP oder auf cgsociety “Maya…Maya…Maya” oder “3dsMax…3dsMax…the new features…wouldn’t have been possible before”? Mit den Informationen im Abschnitt zuvor, wie wahrscheinlich ist es das besagte Software alleinig benutzt wurde. Wie wahrscheinlich ist es dass sie gerne benutzt wurde?Ja…unwahrscheinlich. Woher stammen die Informationen in diesem Artikel:

a) Einem Supervisor der garkeine Ahnung hat was seine Leute eigentlich den lieben langen Tag treiben.

Oder b) Einem Werberelease von Autodesk (im konrekten fall von Maya oder Max) bei dem es natürlich das größte ist damit zu werben, wie das eigene Tool in letzten riesen Blockbuster verwendet wurde. Gerne wird dabei ein wenig um den heissen Brei herumgeredet, und darauf verwiesen wie Tool xy aus der Betaversion xy denn hilfreich war, um das neueste Release an den Mann zu bringen. Super…glaubt ihr es interessiert irgendeinen Arsch bei nem Film ob ich Joints nach Skinning verschieben kann. Nein…das war schon seit langem möglich und bleibt möglich, denn genau für diese Fälle wird einfach Software geschrieben.
Evtl ruft der Autor nochmal jemanden von der Produktion an, fragt nach, “hey habt ihr Maya verwendet?” “Jo, ham wa”. Schwupss steht das im Artikel. Ist ja auch richtig. Dass bei der Anwendung die Software achtmal gecrasht ist, das ein frustrierter Modeller irgendwann sein Mesh einfach in eine Software geschoben hat mit der er besser klarkommt, und das vielleicht der spektakuläre, aufwendige Dynamics Teils durch Houdini gegangen ist, das steht da nicht. Oder am Rande.

c)Die Info kommt von Interviewpartner die Ahnung haben. Dann ist der Artikel defintiv auf einen speziellen Bereich des jeweiligen Films beschränkt, deckt also einen kleinen Bereich ab. Werbtechnisch wirksam werden natürlich die spektakulärsten Bilder aus dem Film genommen. gut gut, Wassersimulation sagt der Artikel. Zur Schau gestellt werden aber ein paar Wirbelstürme die eien Grostadt plattmachen. Interessant, aber genauso verleitend anzunehmen das jener Effekt auch mit “jenem Tool” gemacht wurde. Zugegeben, der Eindruck ensteht subjetktiv, aber er führt bei Menschen die sich in der Materie nicht auskennen zu falschen Vorstellungen.

Wenn man in dem Bereich arbeitet sind viele Artikel ganz einfach zu belächeln. Um mal nen Beispiel aus dem Alltag zu nennen: Bei einer Produktion habe ich 3dsMax genau zweimal vors Gesicht bekommen – ein Artikel beschäftigt sich lang und breit mit der Anwendung von Max. Jedes einzelne Asset dass irgendwo durch meine Hände lief hat Max irgendwann mal zum rausrendern gesehen. Alles was davor war, lief über Maya. Oh…halt nicht zu vergessen dass einige Jungs dann doch eher zu Lightwave tendierten.

Streits über Softwares sind sinnlos. Wenn ihr Informationen trauen könnt, dann wirklich nur Infos aus erster, zweiter Hand, wenn dann noch wirklichen Fachinfos wie fxguide, wo die Leute zumindest selber in der Materie drinstecken und die Branche kennen. Wenn du einmal hörst was ein Anwender über eine Software im beruflichen Alltag zu sagen hat, weisst du was Sache ist, ein beschönigender Artikel hin oder her. Klar, jeder Mensch hat eindeutige Vorlieben für bestimmte Softwarepackete, da bin ich keine Ausnahme, aber im Endeffekt beruflich Nutzen tut man eine Vielfalt. Perfekt ist nichts – aber es gibt tatsächlich Software die in bestimmten Anwendungsgebieten einfach nicht zu gebrauchen ist.

Ich selber verwende für einen Großteil meiner Arbeit Maya – naturgemäß ist es also somit das Softwarepacket von dem ich sagen würde dass ich es besser beherrsche als jedes andere, mit dem ich mich oftmals wohlfühle und wo ich weiss wo ich dranbin. Dadurch mag ich auch wie ein Fan erscheinen – im selben Augenblick wird man vermutlich einen anderen Menschen finden der einen anderen Beitrag in einem anderen Forum von mir liest und der Meinung ist ich sei ein Houdini Fan. Ich bin Fan von garnichts. Ich hasse auch nichts, auch wenn natürlich böse Zungen gerne mal unterstellen dass ich eine bestimmte Software niedermache – natürlich, wenn man selber Fan ist greift es einen schon an wenn man mit der Tatsache konfrontiert wird das man nicht das weltbeste xy hat. Der realitäts-Check kommt dann wenn man sich mal damit beschäftigt was denn bei den Leuten dies täglich brauchen gefragt ist. Ich bin dadurch schon einige Male befragt worden warum denn Maya so “geil” sei, und warum “es das beste [für mich] ist”. Was soll ich darauf antworten? Ich finde Maya nicht “geil”. Ich muss damit arbeiten – und ich ärgere mich jeden verdammten Tag mit Bugs rum. Ich werde nicht versuchen bestimmte Effekte in Maya zu erziehlen wenn die Produktion an der ich dran bin gerade Houdini zur Verügung hat, womit ich besser klarkomme für den Shot. Ich werde mich auch anpassen wenn mir die Produktionspipeline diktiert dass ich andere Software verwenden muss.
Jeder der mich kennt weiss dass es mir ein Graus ist mit Max zu arbeiten – das UI liegt mir nicht. Trotzdem blutet mir nicht das Herz wenn ich Features in Max hervorhebe die es in einem anderen Packet nichtmal ansatzweise gibt. Die ich tatsächlich gut finde. Würde ich nicht mit Max arbeiten können, hät ich vermutlich nen Job ablehnen müssen der mir schlussendlich nen Emmy eingebracht hat.

Software ist ein Arbeitsmittel, und genauso wie es Schraubenzieher gibt die in der Mitte durchbrechen wenn ich dran drehe gibt es auch solche mit denen ich ne Schraube in die härteste Wand drehen kann. Ganz objektiv ist der eine dem anderen Vorzuziehen. Und genauso verhält es sich mit Software – um zum Augangspunt zurückzubringen. Natürlich muss nicht jeder von uns eine Schraube in eine Wand drehen. In meiner Beruf ist Blender ausgeschlossen. Es schliesst sich durch das aus was es ist … eine Ansammlung von halbherzigen Features implementiert ohne Sinn und Verstand. Kein Support – keine sonderlich Gute anbindung an Dritthersteller. Genauso ist es realität, das Cinema trotz seine Einzüge in die Filmbranche einfach Limitiert ist durch sein eingeschränktes Grundkonzept. Cinema ist und bleibt in unserer Branche höchst selten verwendet. Es ist trotzdem kein schlechtes Programm für anderen Anwendungen.

Das mag wohl sein, allerdings täuscht es nicht darüber hinweg, dass C4D für diese Kreise aufgrund seiner Schwächen völlig irrelevant ist. Erwähnt man C4D z.B. Leuten von den Disney-Studios gegenüber, erntet man nur mitleidiges Lächeln oder Kopfschütteln. Auch Bodypaint wird mittelfristig mehr Konkurrenzdruck bekommen. Momentan profitiert es, ähnlich wie ZBrush, von seinen rein softwarebasierten Routinen während die anderen wie modo, Mudbox oder die Painttools in Maya oder XSI auf OpenGL mit seinen Limitationen setzen. Das wird sich aber spätestens mit weiter leistungsfähiger Hardware immer mehr egalisieren.

Keine Ahnung, aber im Großen und ganzen wirkt Maxon auf mich ziemlich kopf- und planlos. Ein paar supergeniale Module stehen doppelt so vielen veralteten gegenüber, die Grundsanierung der R10 is gründlich gegen den Baum gegangen und existente, sinnvolle Features wurden gestrichen. Mal davon abgesehen, halte ich es für wenig sinnvoll, wenn man sich bewußt mit Mittelmaß zufrieden geben wöllte. Maxon muß sich mittelfristig einen spezialisierten Markt suchen, auf dem es eine Vorreiterrolle übernimmt, allerdings wird das weder Charakteranimation noch Rendering sein, auch wenn die Märchenonkels auf CGTalk das immer wieder herunterbeten und uns was anderes glauben machen wollen…

Mylenium

Eine Einstellung,die ich voll unterstützen kann,Lenno. Gruß und Prost,Fredi :wink:

hi,
wäre sehr nett (objektiv-) diese beim namen zu nennen.

gruss,
m

Motion Tracks mit einfachem Looping? War wirklich extrem nützlich…

Mylenium

Hi LennO,
schöner Beitrag zum Thema. Kann man direkt beim nächsten Mal verlinken.

Hallo LennO,

klasse und sehr objektiv geschrieben…

… das ist ja schon kein Beitrag mehr, dass ist ja schon ein Stück Literatur.

Gruss Uwe

oh wie geil, damit habe ich vor ichweißnichwievieljahren auch mal angefangen. wußte nicht, dass es das noch gibt. ich habe das damals als bookware gekauft. mannomann waren das noch zeiten.

der hein

Ich bin irgendwie baff. Du hast da einen Text verfasst, der in seiner Qualität, Sachlichkeit und nicht zuletzt in seinem Umfang eine ganz eigene Qualität besitzt. Das muss ich mir erstmal durch den Kopf gehen lassen.
Du hast dir da richtig Arbeit gemacht, finde ich sehr beeindruckend!

Da hat ja mein Posting mehr Reaktion ausgelöst als ich gedacht hätte. Schön dass es euch gefällt, aber als Literatur würde ich es nicht wirklich bezeichnen…das wäre es vielleicht ohne die Rechtschreibfehler. Packet mit ck…aua :wink:
Ich bin froh dass der Post ernst genommen wird und auf Zuspruch stösst, man erlebt ja zumeist anderes.

Hi Mylenium,

danke für deinen Einblick.
Über den Tellerrand gucken ist sowieso immer gut. :slight_smile:
Als User und als Hersteller.

Du scheinst ja auch gute Erfahrungen mir Modo zu haben.
Ich glaub 3D Hersteller (allgemein) haben halt wirklich sehr unterschiedliche Ansprüche der User.
Den einen kann es nicht komplex genug (mit allen Parametern) sein. Bei den anderen muss alles machbar und simpel sein.
Das kann ja schon fast, per Definition, nicht mit einem Tool zu schaffen sein.

P.S.: das mit dem “Soll jetzt nicht “Fanboy”-mässig rüberkommen.” war auch mich bezogen, nicht auf Dich :wink:

ja, das mein ich auch… bp ist langfristig wohl nicht “cinemas einstieg” ins dicke geschäft sondern plötzlich das bekannteste produkt von maxon… ich denke es gibt heute schon firmen die sich mit bodypaint auseinandersetzen, cinema sicher nicht in betracht ziehen würden…

was du als “kopf und planlos” von seiten maxon darstellst, liegt evt. auch einfach daran dass in c4d nicht soviel entwicklungsstunden wie bsp. in maya (vgl autodesk maxon is bissl unfair ich wiess) gesteckt werden…

wenn cinema in allen bereichen 5 bis 10% zulegen könnte wärs ein tolles allrounder-program, im moment leider fehelen halt an diversen stellen kleinigkeiten… und um als texturing/motion spezialist dazustehen ist halt einfach das programm nicht zwingend genug mit bp verknüpft… sicher ein schwieriger stand…

ps. tönt jetzt alles viel negativer als ich es sehe… trotzdem bin ich überzeugt von den qualitäten die cinema :smlove2:

Ich habe ja nichts gegen die Integration von existierenden Plugins.
Was mir nicht gefällt dabei ist, dass ich sie praktisch zweimal bezahlen muß!!!

Es sollte da andere Updatepreise geben. Und wenn’s nur 50,- Euro günstiger ist. Dann hab ich wenigsten nicht das Gefühl, abgezockt zu werden.
Und umbenennen eines Plugins bei der Integration gilt nicht. :wink:

Gruß,
Dietmar

Hab mit Blender gerade mal angesehen. Was interessant ist, das es bei einem cube, bei dem die Punkte nur etwas verschoben sind schon extrem langsam gegenüber cinema ist.

ABER: wenn ich ein Highpoly mesh mit über 400.000 Poly render ist es genauso schnell, wie dieser bearbeitete Würfel.

Naja cinema ist trotzdem schneller :slight_smile:

Das war das positive an blender.

Das Interface ist katastrophal und für einen laien unüberschaubar.

Ich denke blender hinkt cinema 5 Jahre hinterher. Wobei ich auch denke, dass dieses Linux ähnliche unübersichtliche gewusel an Befehlen Absicht ist, um sich von “Windoof” abzusetzen.

Diesen “run” auf das tool blender wird es meiner Meinung nach in den nächsten 5 Jahren nicht geben.

Vielleicht bin ich auch zu unflexibel *g

das stimmt schon. Blender hat echt ein Interface zum @Ääfas§$"
Ich habs hingeschmissen mich damit auseinander zu setzten. Wozu hat man denn schon Geld für C4D ausgegeben^^

Glaube ich nicht. Die Kernteams für einzelne Applikationen sind eher klein.
Bei Maxon fehlt es, wenn überhaupt, an dem ganzen Drumrum (Grundlagenforschung, Qualitätsmanagement, Support) sowie einfach einem “Oberchecker”, der eben auch wirklich mal richtig quer denkt und das Team mitreißt und anspornt. Maxon ist so elend verkrampft und konservativ und beschränkt sich halt zu oft auf’s blosse Nachahmen anstatt auch mal selber die Richtung vorzugeben.

Mylenium

ati karte?

Außerdem würde ich schlichtweg sagen, Features wie Fluidsimulation in Blender mit Maya oder RealFlow zu vergleichen, ist wie Äpfel und Birnen vergleichen.

jep blender fluids sind besser als maya fluids :slight_smile:

Selbst das Modeling in Blender läßt für jemanden wie mich, der in seiner Karriere schon modo, Lightwave, Maya, PowerAnimator und eben Cinema4D benutzt hat, viel zu viele Features vermissen.

mit der einstellung wie du da schon ran gehst kann das nichts werden… also lass blender in ruhe !

a) Blender profitiert von der Entwicklung kommerzieller Programme durch Abguggen/Nachahmen/Kopieren von Features

von blender wird genauso übernommen… jeder klaut von jedem…

b) Programmierer in der Blender-Community sind häufig Entwickler kommerzieller Tools die ihr Wissen dort zum Gemeinwohl einbringen

das sind wenige…

c) All die schönen SIGGRAPH-Papers fallen auch nicht vom Himmel und sind gar nicht mal so selten Resultate kommerzieller Forschung - direkt oder indirekt gefördert von der Industrie

auch andere entwickler nutzen siggrpah paper und steuern auch absolut 0 bei… vorallem von der schlechten fluidsim gibt es viele papers… www.ntoken.de

Es ist daher extrem unwahrscheinlich, dass ein reihenweises Ableben kommerzieller Produkte der Entwicklung von Blender zuträglich wäre. Sorry, aber da halte ich deine Ansichten für grundlegend verkehrt, selbst in einem so kleinen Markt wie 3D. Schlimmstenfalls würden sich die ganzen Programmierer anderen kommerziellen Prokjekten zuwenden und der 3D-Markt verkümmern.

wer wünscht sich denn ein ableben der kommerz software o_O?

Zum Schluss noch dein Argument mit dem Entwicklungstempo. Da sag ich schlicht mal “Nö!”. Im Vergleich zu kommerzieller Software entwickelt sich Blender schneckenlahm. Es gibt keine erkennbare langfristige Strategie und es wird an zu vielen Dingen gleichzeitig rumgebastelt. Manches wird irgendwie nie richtig fertig und allein deshalb ist es voller Bugs, Inkompatibilitäten und kleiner Macken. Ich finde den sogenannten Compositing Tree z.B. nach wie vor völlig unbrauchbar - warum sollte ich immer 20 Sekunden warten, nur um eine simple Farbkorrektur in 32 bpc und HD-Auflösung im Viewer angezeigt zu bekommen? Selbst mein dampfbetriebenes After Effects macht das in Echtzeit. Außerdem stellst du es ja so dar, als würden die kommerziellen Anbieter schlafen und nix tun…

blender entwickelt sich sehr schnell und das wird auch noch schneller die nächsten jahre (durch eu support/blender institute)
blender ist voller bugs? sehr interessant… genau das gegeteil ist der fall…

Rein vom “gefühlten” Entwicklungstempo sieht’s momentan eher düster aus, würde ich sagen. Letztes Jahr waren Fluids en vogue, Anfang des Jahres die kleineren neuen Features und was kommt dann? Ich sehe jetzt z.B. in der 2.45 nix Weltbewegendes, was kommerziellen Anbietern Angst machen müßte… Ist ein reines Service-Update und hat ein halbes Jahr gedauert - wie bei anderen Firmen auch. Unter diesne Umständen ist das Programm in 5 Jahren auch nicht weiter als andere.

2.45 ist nur ein bugfix release… es gibt jetzt eine “stable” branch die öfter ohne neue features released werden soll !

an 2.5 wird schon gearbeitet event refactor, neues particle sys, cloth, rigidbody ausserhalb der gameengine, neue animation tools, neue rendertools, gsoc’s (renderapi, glsl, neues sound sys, deep shadow maps, modeling tools) 3D device support gibt noch mehr muss aber nicht in 2.5 kommen micropolygons, motion tracker, neuer modelkernel

natürlich alles irgendwo abgeguckt/geklaut !

etwas werbung muss auch noch sein

peach.blender.org :slight_smile:

Ich glaube man sollte mal für einen kurzen Augenblick präzise In Erinnerung rufen von wem alles 3d Programme verwendet werden. Das Einsatzgebiet für solcherlei Applikationen ist ja ungeheuer groß.
Das fängt an mit Grafik allg., Werbegrafik, Produktdesign, Film,TV, Architektur, Innenarchitektur, Künstler, Bildhauer,Illustratoren, Schokoladenfabrikanten, Wissenschaftler und hört noch lang nicht auf mit Lehr-und Lerneinrichtungen, Ingenieren, Gartenbauern,Tierpsychologen usw.usw.
Auch keine Neuigkeit ist die Tatsache, daß die Anforderungsprofile der einzelnen Berufsgruppen sich nicht nur in ihrer Qualität sondern auch in Ihrer Quantität unterscheiden. Ein Zuckerbäcker, der eine neue Form für einen Osterhasen braucht stellt mit Sicherheit wesentlich geringere Ansprüche an eine 3d Software, wie jemand der später den Osterhasen für die Werbung animieren soll. Entsprechend kleiner, aber deshalb nicht vernachlässigbar ist die Quantität in seinem Produktionsablauf.

Für die meisten stehen 3d Progs. dezentral in Prod.Pipeline, spielen aber dennoch eine absolut wichtige Rolle. Ich würde deshalb nur sehr vorsichtig das Wort Laie und Hobbyuser verwenden, da sind ein Haufen Leute unterwegs die was drauf haben, und meiner Erfahrung oft genug dort wo man’s nicht vermutet.
Ich glaube, daß sich viele von denen auch mit Hilfe von Zeitschriften ihre Informationen zusammen suchen, und die sind nicht so blöd, daß sie sich von zweitklassigen Journalisten auf Dauer an der Nase herumführen lassen.
Wenn irgend ein Grafiker wissen will was der neue PS Release zu bieten hat, und hinterher feststellt, daß z.B. in DP nur Mist gestanden ist, und das öfters als zweimal passiert, dann gibts so ne Zeitschrift ganz schnell nicht mehr.
Und von jedem Prog. das in Frage kommt ne Demo ziehen?

Schwarze Schafe und Arschlöcher gibts freilich überall, und es ist auch überall Montag usw. aber eine gewisse Qualität muss du konstant abliefern, sonst war’s das. Es sei denn man redet von “Bild”, da ist es natürlich genau umgekehrt.

Der Laie liest meiner Meinung nach überhaupt kein DP, der Laie liest Computer Bild und wenn ich in meine Stammkneipe gehe und was von 3D Grafik erwähne, meinen die ich hock mit n’er rot grünen Brille vor der Playstation!

Der Laie interessiert sich überhaupt nicht für 3D, der ist froh wenn er mit 2D zurecht kommt. Deswegen ist nicht jeder gleich so’n 3D Profi wie Du, sind eben andere Profis, von mir aus 2,5D Profis, und je nach dem machen Sie dir nach mit Blender noch glatt was vor. Ich könnt sofort ein Szenario vom Stapel lassen. (sorry, wenn ich jetzt n’bisschen aggressiv klinge, ist nicht so gemeint! wenn ich mich nicht echouffiere funzt irgendwie mein Hirn nicht richtig)

Im übrigen kann sich niemend -wie du, Lenn0- forderst,nur auf Infos aus erster oder zweiter Hand beschränken, man muß absolut froh sein, wenn man in einem ökonomischen Zeitrahmen die Infos die man braucht zusammen bekommt, wie willste denn da noch Ansprüche stellen? Das ist absolut weltfremd.

Aber jenseits von Gut und Böse biste dann, wenn du alles Ernstes behauptest für Blender interessieren sich nur Leute “…definitiv auf Grund des Kostenfaktors zu Blender hingezogen fühlen.”

Aber mal abgesehen von denen wo’s stimmt und denen die Cinema benutzten weil sie sich Maya nicht leisten können und deswegen auf Max sparen:

gilt für verdammt viele Berufsgruppen daß der Funktionsumfang von Blender absolut ausreicht und es ökonomisch absolut sinnvoll ist ein tool zu benutzen das auf Dauer tausende von Eus einspart.

Und daneben hat Blender für alle die damit klar kommen eine geradezu magische Eigenschaft: und das ist die permanent wachsende Verbreitung.

Du hast bald in jedem Land weltweit ne eigene Blender Page mit allem Pipapo.
Da ensteht eine unglaubliche Community mit den unterschiedlichsten Leuten.
Ein spirituelles Gebräu das man sich farbiger nicht vorstellen kann, eine kybernetische Schleife of Creation wenn man so will.
Außerdem hast du das Prog. egal wo du bist zur Verfügung. Die Wahrscheinlichkeit, daß du global, wurst wo, andere User trifft wächst permanent. Plötzlich kannste spontan irgendwo irgendwas durchziehen. Blender ist in einer ganz eigenen Qualität kommunizierbar, was für viele Leute unglaublich attraktiv ist. Mich eingeschlossen.

Und plötzlich kannste auch an n’er Uni, an n’er Kunstakademie, in Schulen und Volkshochschulen, von mir aus privat oder in der Kinderschule, weiß Gott wo, was mir 3d anfangen. Die PC’s sind ohnehin da und huch plötzlich ist da auch eine Software…das sind völlig neue Entwicklungsmöglichkeiten für dieses Medium.

Der gesellschaftliche Aspekt von Blender ist absolut einzigartig d.h. Blender hat als einziges 3d Prog. überhaupt einen sozialen Aspekt. Und trotz den vielen Mängeln, die das Programm von mir aus noch haben mag: Im Vordergrund steht ohnehin, wenn auch mit Grenzen, unser individuelles Können und nicht das Prog. was ja auch jeder weiß. Das Tool wird sich mausern, was anderes kann ich mir nicht vorstellen.

Warten wir’s ab

Bei allem Respekt, woher hast du diese Einblicke in die Entwicklung und kannst solche Aussagen treffen? Warst/bist du Mitarbeiter bei Maxon oder hat dir das einer von denen verraten? Andernfalls können das ja alles nur deine persönlichen Eindrücke von außerhalb sein, die mit Objektivität absolut nichts mehr zu tun haben.

Also ich weiß nicht, in diesem Forum fallen nichtssagende Sätze wie “Setz auf Zukunft, vergiss Cinema”, “Maxon ist elend verkrampft und konservativ”, und es wird nichts drauf entgegnet und offenbar hingenommen. (Naja, genaugenommen disqualifizieren sie sich ja von selbst). Wenn solche eigenartigen Äußerungen schon sein müssen, dann sollte man zumindest näher drauf eingehen, um sie auch verständlich zu machen. Nichts für ungut, ich stimme dir in vielen Punkten zu, aber gewisse Statements gehen meiner Ansicht nach an Objektivität klar vorbei.

Da geb ich dir vollkommen recht, da ist das Problem aber wieder das kleine Entwicklungsteam Maxons, denke ich. Einerseits wird anscheinend versucht, alte Module zu erneuern (zB Timeline + Charanim), andererseits, komplett neue zu entwickeln (zB MoGraph, Hair). Offenbar geht aber, aufgrund begrenzter Ressourcen, nicht beides gleichzeitig.

Warum ist sie gegen den Baum gegangen?
Und die Streichung von zB Motion Blending war offenbar notwendig, da sie in das neue, weitaus modernere und langfristig effektivere System nicht passt. Klar ist das momentan ärgerlich, aber an einer Alternative wird gearbeitet (hat mir ein Maxon-Mitarbeiter auf der Roadshow verraten.)
Ob es dann natürlich sinnvoll ist, die “halbfertige” neue Timeline ohne gewisse Features die vorher da waren zu releasen, ist eine andere Frage. Meines Erachtens auch nicht gut.

Nunja, das zeugt höchstens von der Arroganz gewisser Leute, von sonst gar nichts. Jedes Tool hat Stärken und Schwächen und seine Einsatzbereiche in denen es glänzt, darum kann man ein Tool nicht als ganzes belächeln, genauso wenig wie man ein Tool als ganzes hochjubeln kann.

Um eins klarzustellen: Ich bin weißgott auch kein Fan von allem in Cinema, meine Liste an störenden Limitationen, Bugs und verbesserungswürdigen Sachen ist lange. Hier wurden aber eben einige Aussagen getroffen, die ich absolut nicht nachvollziehn kann und wo ich gern eine Erklärung hätte.

Um zur Kernfrage des Threaderstellers zurückzukehren:
Niemand kann die Entwicklung des 3D-Markts langfristig vorhersehen, fürchte ich. Darum ist es als Hobbyuser am Besten, das zu verwenden, womit man am effektivsten und schnellsten arbeiten kann bzw. es am meisten Spaß macht.
Als Profi ist man sowieso gezwungen die Tools zu verwenden und zu lernen, die in einer bestehenden Pipeline vorhanden sind (wie Lenno bereits sagte), oder das präferierte Tool, wenn möglich, in diese Pipeline zu integrieren.
Was Features betrifft, wird es in einigen Jahren wohl egal sein, welche Software man verwendet. Schon jetzt bieten alle mehr oder weniger dasselbe. Dann wird hauptsächlich der Workflow und das Zusammenspiel mit anderen Werkzeugen interessant sein.

Naja, wie auch immer… im Endeffekt sind es ja doch alles nur Werkzeuge, über die zu streiten nicht viel Sinn macht. Hauptsache, man kommt damit ans Ziel :slight_smile:

Schönen Abend noch :smile:

lg,
Günter