Projekt C4A: Robur the Robot - Tinkerer's Planet --- Treatment/Story

Moin, moin;

ich habe mal eben die Story, wie ich sie ursprünglich verstanden habe, in ein Treatment umgeschrieben. Das ist noch kein vollständiges Drehbuch, legt aber die Szenenfolge und Handlung fest. Bitte mal vorurteilsfrei lesen - ich werde in einem Followup-Post ein paar Sachen kommentieren.

Treatment: Robur the Robot - Tinkerer’s Planet

Projekt C4A - C4D Forum. Version 1.0

Autor: Cairyn, nach einer Idee von Bukowski

Szene 1: Roburs Ankunft
ORT: Weltraum

Roburs Raumschiff fliegt durchs Bild. Robur guckt hin und her,
sieht gelegentlich auf Bildschirme und Armaturen. Plötzlich
beginnt ein kleines rotes Licht zu blinken.

Robur “runzelt die Stirn” und drückt auf einen Knopf. Das rote
Licht geht aus. Robur nickt zufrieden. Eine Sekunde später
beginnen zwei andere rote Lichter zu blinken.

Robur schüttelt den Kopf und drückt denselben Knopf nochmal.
Selbes Ergebnis, kurz Ruhe, dann blinkt das ganze Cockpit
mit einem Dutzend roter Lampen, alle Bildschirme zeigen etwas
Rotes.

ROBUR: Uh-oh!

Raumschiff von außen, schlingert und wackelt, dann gibt es eine
Explosion an einem Triebwerk. Das Schiff dreht ab, ein Planet
kommt ins Bild. Das Raumschiff hält darauf zu.

Szene 2: Das Dorf der Blobbies
ORT: Planet, Dorf der Blobbies

Kamera nähert sich langsam und ruhig einem kleinen Dorf in einer
felsigen Hügellandschaft. [Anmerkung: Es sollte klargestellt werden,
daß die Kamera hier keine Sicht des Raumschiffs ist. Der Schnitt der
Bewegungen Raumschiff/Kamera sollte einen Kontrast aufweisen.]
Das Dorf kommt näher, geht auf ca. 3 Meter, fliegt die Straße entlang,
diverse Dorfdetails kommen in Sicht, bis die Kamera auf einer kleinen
Gruppe von Blobbies (3-5) ruht, die am entgegengesetzten Rand des Dorfes
schweben und sich zu unterhalten scheinen.

Dröhnendes Geräusch. Die Blobbies brechen die Unterhaltung ab und
drehen sich in Richtung Dorfrand.

Ansicht des Himmels. Roburs Raumschiff (unkenntlich in einem
Feuerball) zieht wie ein Komet über den Himmel und zieht eine
Rauchspur hinter sich her.

[Anmerkung: Der restliche Absturz geschieht off-camera!]

Ansicht Blobbies von vorne, die den Absturz verfolgen.

BLOBBY 1: Bright!
BLOBBY 2: Fast!
BLOBBY 3: Shiny!

Dröhnendes Krachen. Die Blobbies kneifen kurz die Augen zusammen,
die Szene wird kurzzeitig heller.

ALLE BLOBBIES SYNCHRON: (staunend) Loud!

Ansicht: Kamera 4m hoch, im Vordergrund klein die Blobbies,
dahinter eine ferne Hügelkette. Dahinter steigt schwarzer Rauch von
der Absturzstelle auf.

Die Blobbies beginnen sich auf die Stelle zuzubewegen. Die Kamera
folgt ihnen zögernd.

Szene 3: Der Fremde
ORT: Absturzstelle

Blobbies schweben/hüpfen über die Hügelkette und halten inne,
überrascht oder beeindruckt.

BLOBBY 1: Oooh!

Schnitt auf Raumschiff, lädiert. Hinter dem Schiff zieht sich ein
Graben, den es beim Absturz gezogen hat. Das beschädigte Triebwerk
raucht nur noch leicht. Robur stapft ein paar Schritte, einen
Werkzeugkasten in der Hand. Er stellt sich vor das Triebwerk,
läßt den Kasten auf den Boden fallen und stemmt die Hände in die
Hüften.

Die Blobbies nicken sich gegenseitig zu und lassen sich langsam
auf einem freien Platz nieder.

Robur bemerkt ihre Anwesenheit, winkt, wartet. Die Blobbies winken
ebenfalls (zögerlich), kommen aber nicht näher. Robur zuckt die Achseln
und wendet sich wieder dem Schiff zu.

Szene 4: Reparaturen!
ORT: Absturzstelle

Robur beginnt die Reparaturen, aber es geht alles schief. In einer
Folge von Schnitten zwischen Robur und den Blobbies folgt ein
fehlgeschlagener Reparaturversuch dem nächsten. Robur wird von
hervorspringenden Teilen niedergestreckt, elektrisch geschockt, Teile
fallen ihm auf den Fuß, etc. Nach jeder Katastrophe Blick auf die
Blobbies, die mitleidig den Kopf schütteln und empathisch das Gesicht
verziehen.

[Anmerkung: Man kann das auch absurd übertreiben. Zuerst tragen die
Blobbies Fan-Kappen mit der Aufschrift “Robur”. Im nächsten Schnitt auf
die Blobbies lautet die Aufschrift “Spaceship”. Dann eine Art Baseball-
Anzeigetafel, auf der steht “Spaceship 2, Robur 0”, und die 2 klappt
gerade zur 3 um. Usw.]

Schließlich ist das Triebwerk repariert, Robur tritt einen Schritt zurück.
Dann bricht plötzlich ein kleines Teil ab [Anmerkung: Klassisch wäre der
Gag hier, wenn sich ein Schwebevogeltier darauf setzt…], dann einen
Moment später das ganze Triebwerk, dann noch einen Moment später das ganze
Schiff. Die Kamera zieht zurück und zeigt Robur, wie er geschlagen die
Schultern hängen läßt.

Schnitt auf Blobbies [Anmerkung: hier könnte man Kappen gut gebrauchen,
die die Blobbies jetzt mit beiden Händen abnehmen und beerdigungsmäßig
vor die Brust halten].

BLOBBIES: Oooooh…

Schnitt auf Robur, der in einem Donald-Duck-Wutanfall auf dem Raumschiffwrack
herumhüpft. Schnitt zurück auf die Blobbies, die mißbilligend den Kopf
schütteln und dann ihren Beobachterposten aufgeben, um einer nach dem
anderen zu Robur zu schweben.

Robur sitzt auf einem Wrackteil, deprimiert. Er hält einen Schraubenschlüssel
in der Hand. Blobby 1 schwebt zu ihm, während die anderen um sie herum
einen Halbkreis bilden. Blobby 1 gestikuliert. Schließlich reicht Robur
ihm den Schraubenschlüssel.

Die Blobbies beginnen mit frenetischer Aktivität. Sie rennen in Kreisen
herum und dann auf den Hügelkamm zu, der die Absturzstelle vom Dorf trennt.
Die Kamera folgt ihnen nicht.

Szene 5: Blobbies to the Rescue!
ORT: Absturzstelle

Blick auf Robur, der sich den Kopf kratzt.

Schnitt zurück auf den Hügelkamm. Die Blobbies kommen zurück und ziehen
kleine Handwagen voller Krams. Sie eilen an Robur vorbei auf das Raumschiff
zu.

[Anmerkung: Keine der Umbauaktionen wird wirklich gezeigt, das wäre viel
zu kompliziert! Die Kamera ist immer “zufällig” gerade auf etwas anderes
gerichtet. Das macht den ersten Blick auf den Umbau auch zu einer größeren
Überraschung.]

Die Kamera bleibt auf Robur stehen. Aus dem Off Umbaugeräusche. Man sieht
nur Roburs Miene, die sich langsam ändert (Augenbrauen heben, zurückweichende
Pose).

Plötzlicher Schnitt auf den Umbau. Die Blobbies präsentieren voller Stolz
eine riesige Kaffeemaschine, in der noch Teile des Raumschiffs zu erkennen
sind.

[Anmerkungen: Es folgen 3 oder 4 Umbauten, während derer Robur nur
verzweifelt zuschauen kann, mit den Armen wedelt, den Kopf schüttelt,
abwehrende Gesten macht. Zwischendurch Schnitte auf Blobby 1 mit Bauplänen
oder so. Mögliche Umbauten: T-Rex-Mecha? (wäre nett, weil beweglich) …]

Szene 6: Verstanden!
ORT: Absturzstelle

Schließlich finale Konfrontation: Blobby 1 steht Robur gegenüber. Robur
versucht den Umbau zu erklären. Er macht eine Bewegung mit der Hand, die
zum Himmel steigt.

ROBUR: WUUUUSCH!

Blobby kratzt sich am Kopf. Robur wiederholt Geräusch und Geste. Schließlich
macht Blobby 1 sie ihm nach.

BLOBBY 1: WUUUUSCH!

Robur nickt begeistert. Der Blobby dreht um und gestikuliert in die Richtung
der anderen Blobbies. Kamera bleibt auf Robur stehen, mehr Umbaugeräusche,
Robur zeigt Begeisterung, dann Schwenk auf Raumschiff, das schöner und
neuer als je zuvor dasteht, in derselben Form wie in der Weltallszene am
Anfang.

Robur schüttelt Hände und steigt dann ins Schiff. [Anmerkung: Bewegungsablauf
beim Einsteigen ist wahrscheinlich zu schwierig, stattdessen passende Schnitte
und Teile des Einsteigens zeigen!]

Robur winkt, die Kuppel des Cockpits schließt sich über ihm. Robur drückt auf
einen Knopf.

Blam! Die Kuppel fliegt weg, Robur schießt auf einem Raketenstuhl gen Himmel.

Schnitt, Blick aus großer Höhe, Robur fliegt auf die Kamera zu und knapp an
ihr vorbei ins Weltall. Kamera sieht ihm nach.

Szene 7: Finale
ORT: Absturzstelle

Blick auf Blobbies und Rest des Raumschiffs. Die Blobbies winken Robur nach.
Blobby 1 wiederholt die Geste von Robur:

BLOBBY 1: WUUUUSCH!

Blobbies schütteln sich gegenseitig die Hände gratulierend. Ein Blobby deutet
auf das Raumschiff. Blobby 1 zuckt die Achseln und hebt die Hände: keine Ahnung,
was man mit den Resten anfangen soll.

Die Blobbies ziehen das Raumschiff an Seilen weg, über einen anderen Hügelkamm.
Kamera geht langsam nach oben und zeigt, daß auf der anderen Seite des Hügels
schon ein Dutzend anderer Schiffsreste liegt. Kamera geht immer weiter zurück,
Nebeleffekt auf die Szene, die langsam verschwimmt.

Szene 8: D’oh!
ORT: Weltraum

Robur schwebt im Weltraum, in der Pose des Denkers, auf seinem Stuhl, der
jetzt ohne Antrieb ist. Er verzieht das Gesicht. Kreisförmige Überblendung
auf Schwarz, Abspann.

Super! Gefällt mir schon sehr gut!

Aber ich würde es jetzt nicht so ins lächerliche ziehen mit dem Baseballcaps usw. Also ich finde die Idee mit der Beerdigung zwar toll, wie die dann diese Müzen halten. Aber die idee mit den Baseballcaps gefällt mir nicht weil ich dieses Übertriebene nicht mag. Genau so wenig würde ich Robur auf dem Raumschiff rumhüpfen lassen. Sonder nach dem es völlig zerstört ist einfach nur deprimiert aufgeben. Denn Aufregen tut er sich vorher schon genug.

Aber das mit dem Wuuuuusch ist super!!!

Ausserdem weiß ich nicht ob wir die Bloobys sprechen lassen sollten, also zumindest nicht menschlich. Robur genauso, der macht ehr so Robotergeräusche. Menschliches Sprechen würde den Charakteren an Witz rauben glaub ich.

So, und jetzt ein paar Kommentare. Während ich das Treatment
geschrieben habe, sind in den anderen Threads ein paar andere
Ideen aufgetaucht. Ich habe das Thema hier als Komödie behandelt,
in Form des klassischen Cartoons. Das kann man sicher anders
machen, wenn man möchte; mir war das halt sympathisch.

Eine der wesentlichen Ideen hier ist, daß die Blobbies nicht
bösartig sind, sondern sich für hilfreich halten. Wären die
Blobbies bösartig, würden die Umbauten nicht mehr funktionieren

  • sie würden versuchen, den Roboter so schnell wie möglich
    loszuwerden. Das ganze Mittelstück würde so nicht stattfinden
    können. Außerdem ist wohlmeinende, aber schiefgegangene Hilfe
    witziger als bloße Bösartigkeit.

Daß die Blobbies das Restschiff gar nicht brauchen, sondern
irgendwo hinstellen und verrotten lassen, zeigt nur, daß sie
eine ganz andere Denke haben. Vermutlich verstehen sie Raumschiffe
oder Flugzeuge gar nicht - sie schweben ja selbst.

Schießen die Blobbies das Schiff am Anfang tatsächlich ab,
müßte das Dorf anders aussehen, und der Schluß wäre komplizierter

  • die Raumschiffe dürften nicht einfach so herumstehen, sondern
    müßten von den Blobbies aktiv demontiert werden, sonst wäre der
    Grund für den Abschuß ja wieder hinfällig.

Aber wenn jemand ein anderes Drehbuch möchte, kann er seines ja
auch noch vorstellen.

Die aktuelle Einteilung ist so gehalten, daß die Geschichte mit
minimaler und einfacher Animation auskommt. Komplexe Handlungen
finden offscreen statt; es gibt nur wenige Effekte. Die Animation
konzentriert sich auf Mimik, Emotionen, Story. Da wir nur wenige
Animatoren an Bord haben, ist es wichtig, zu reduzieren; wir
werden noch genug mit der Animation zu kämpfen haben.

Es fehlen hier noch einige visuelle Gags beim Umbau und bei den
Reparaturen. Außerdem stört es noch etwas, daß die Blobbies beim
Absturz tatsächlich Wörter sagen, während der Rest des Films nur
lautmalerisch begleitet wird.

Aber ich denke, für einen Abend ist das erst mal genug.

Senf, bitte!

Bößartigkeit war auch nicht der Grundgedanke beim “Abschuss”.
Sie schiessen die Schiffe ab, um damit zu spielen. Hinter der Anhöhe könnte auch ein Vergnügunspark aus den Wracks entstanden sein, den man aus der Ferne leuchten und sich bewegen sieht und entsprechendes Gelächter hört.

Mir gefällt immer noch auch die wohlgemeinte aber schiefgegangene Hilfe.

So wie Du es jetzt geschrieben hast, gefällt es mir gut. Die Ursprüngliche Schilderung von Bukowski hat nur komplett andere Bilder in meinem Kopf erzeugt.
Seine Aliens waren von vornherein unberechenbarer und frecher in meiner Vorstellung. Daher der Gedanke an einen Abschuss mit dem sympathischen Schalk im Nacken.

Für die “Sprache” würde ich von allen Seiten eine eher unverständliche Lautsprache witzig finden. Man erkennt natürlich am Zusammenspiel: Mimik-Gestik und Laut, was gemeint ist.

Denkbar wäre auch, den ganzen Film dramaturgisch durch kleinere Musikbits zu unternmalen, in deren Pausen entsprechende Geräusche oder Gebrabbel besser zur Geltung kommen.

wie ich schon hier geschrieben habe:

sollte es kürzer gefasst sein.
gruß cj

edit:
sehe gerade der link geht auf das topic und nicht auf mein posting
daher schnell kopiert:

zur diskussion:

  1. raumschiff rast im sturzflug aus dem all auf den planeten zu
  2. crash mit der oberfläche
  3. robo steigt aus dem ei raus
    (kennt jemand die backkom clips? da gibts eine begegnung
    mit einem alien, einer schnecke, in einem eiförmigen raumschiff)
  4. raumschiff schrott, robo ratlos
  5. treffen mit den beiden aliens
  6. hilfe der aliens robo liegt im liegestuhl mit sonnenbrille und nem drink
  7. raumschiff ist fertig
  8. robo verabschiedet sich hisst die amiflagge und steigt ein
  9. man sieht durch das bullauge wie sich das raumschiff bewegt
  10. man sieht wie ein alien das raumschiff auf seinem finger balanciert
    und über die klippe auf den schrottberg wirft.
    11 ende.

Hi!

Idee gefällt mir.
Was mir auf jeden Fall mal auffällt ist, dass nicht ganz klar ist, wer ist eigentlich der Protagonist.. aus welcher Sicht wird die Geschichte erzählt. Sind es die Blobbies, oder Robur? Wenn es aus Roburs Sicht erzählt wird, dann find ich passt am Anfang zb. die Kamerafahrt ins Dorf nicht wirklich, weil so schon viel über den Planeten preisgegeben wird, und man auf eine Möglichkeit verzichtet Spannung aufzubauen.
Komödien zu entwickeln ist eine der schwersten Sachen überhaupt. Wann ist ein Gag wirklich ein Gag, und vor allem kommt es auf das richtige Timing an. Gute Komödien arbeiten hier mit Antizipation und dem Brechen derselben. Vom dem Standpunkt her gesehen finde ich kommt die Story noch etwas mau daher. Das einzig wirklich unerwartete ist, daß am Ende das Raumschiff auf dem Planeten bleibt und er allein weggeschossen wird. Ich denke da müssen noch ein paar unerwartete Dinge mithinein um einen gewissen Spannungsbogen auch noch mehr aufzubauen. Ich denke auch daß das bisherige Treatment in 5 Minuten nicht abhandelbar ist. Überlegt euch mal genau wielange jede Einstellung zu sehen ist, ich bin mir sicher wenn man das zusammrechnet dann kommt man auf weit mehr als 5Minuten.
(Habs mir jetzt die ersten 2 Szenen (Ankunft/Dorfd Blobbies) angeschaut..also die erste Szene ist ca. 35 Sekunden lang, die zweite Szene ist sicher allein 50 Sekunden bis 1 Minute lang.. )

Ich seh das ganze auch mehr im Comic/Trickfilm-bereich, hier ist auch wichtig einen durchgängigen grafischen Stil zu finden, ich denke da zb an den Stil von Nightmare before Christmas odgl.
Mitte 2007 finde ich unrealistisch. Was wichtig wäre nach dem Brainstorm Prozeß ist einen Zeitplan zu machen für jede Phase des Projekts. Da bin ich gerne behilflich wenn es gewünscht wird. :slight_smile:

Was kann man in 5 Minuten erzählen?

30-40 Sekunden Intro - Establishing
1 Minute Location / Main Charakter / Nebencharaktere Etablierung
2 Minuten Konflikt - Dramatisierung - Zuspitzung des Konflikts
10-15 Sekunden Lösen des Konflikts
5 Sekunden Ausklang

Das ist nur ein Beispiel.. es kommt halt immer darauf an einen Spannungsbogen aufrechtzuerhalten.

lg inzwischen,
Squirrel

ja, laß uns mal abwarten, was hier noch für Meinungen kommen, die ursprüngliche Kurzbeschreibung hat wohl bei jedem erst mal andere Ideen hervorgerufen, zumal im Laufe der anderen Threads viele gegensätzliche Ideen und Konzepte aufgezeigt wurden.

Letztlich muß es ja nicht nur stimmig sein (warum schießen die Aliens Robur ins All, wenn sie sein Schiff für einen Vergnügungspark wollen? Bei dieser Idee wäre es witziger, wenn Robur selbst Teil der Schlußszene würde, etwa: Das Raumschiff ist jetzt eine Figur in einem Karussell, und Robur sitzt drin und winkt hilflos), sondern auch noch animierbar. Die aktuellen Ideen sind zwar sehr gut, vom Gummiplaneten bis hin zu organischen Werkzeugen, aber wir sollten nicht aus den Augen verlieren, daß es mit einem begrenzten Set an Ressourcen und Skills realisierbar bleiben muß.

Die einzelne Idee muß der Story untergeordnet bleiben und sich passend einfügen. Sowohl Ideen als auch die Story an sich müssen sich an das Primärziel halten: den Film überhaupt fertigzukriegen!

Es ist natürlich verständlich, wenn jeder seine Idee liebt und umgesetzt sehen möchte. Aber das würde nicht funktionieren - und schon gar nicht, wenn andere die Umsetzung bewerkstelligen sollen. Sonst sitzen wir wieder mit einem Projekt da, das an seinen eigenen Schwierigkeiten zugrunde geht.

Da fehlen mir aber eine Menge Erklärungen. Warum eine Amiflagge, was ist der Witz dabei - Ami-Bashing? Woher kommt das Riesen-Alien, und warum helfen die anderen Robur bei der Reparatur, wenn das dritte Alien das Raumschiff dann wegwirft?

In dieser Abfolge vermisse ich die Motivation und den Hintergrund der Charaktere. Der Roboter ist in jedem Fall einfach, aber die Aliens? Der Schlußgag ist mir ohne einen Hintergrund der Aliens zu unmotiviert.

na ja,
es gibt nur 2 aliens, und beide werkeln am raumschiff,
ob sie es reparieren oder untersuchen ist egal…
roburund die zuschauer meinen das sie es reparieren..
aber vielleicht untersuchen sie es nur..
und am ende wirft einer der beiden aliens das raumschiff
samt passagier (robur) über den krater auf den schrottplatz…
danach schluss oder noch ein komentar von einem zum anderen
alien bezüglich der veralteten technik des raumschiffes…

amiflagge, einfach weil es das symbol unserer gesellschaft
beim erklimmen einer neuen welt/mond/gipfel geworden ist.
gruß cj

ps. ich denke die story könnte so auf 1 minute gekürzt werden,
denn nur so sehe ich eine reale chance das umzusetzen…
denn nach anfänglichem elan folgen schnell die ersten ausfälle,
wenn alles simpel ist kann auch ein 2-3 man team die sache in
absehbarer zeit abschliessen!

ps.2,
und wenn alles schnell geht hat es den vorteil
das man mit robur noch weitere stories durchziehen kann.
gruß cj

Richtig, wir wechseln hier zwischen zwei Perspektiven: Robur als Schiffbrüchiger und die Blobbies als “naive” Zuschauer/Helfer. Ich wollte die Blobbies nicht als Überraschung einbauen, sondern quasi alle Blobbies zusammen als Roburs “Gegenspieler” oder “Partner” aufbauen. Das Dorf bietet uns die Möglichkeit, den Hintergrund der Blobbies kennenzulernen und zu verstehen, in welchem Umfeld man sie einordnen muß.

Eine andere Möglichkeit wäre, die Blobbies nicht als Charaktere zu behandeln, sondern als “Naturkraft” und unberechenbaren Einfluß. Damit hätten wir die Überraschung, daß die Blobbies technisch begabt sind und das Schiff reparieren können, allerdings würden wir sie als Charaktere verlieren. Die Geschichte wäre fast komplett aus Roburs Sicht erzählt - mit Ausnahme der Schlußszene allerdings, in der Robur ja schon im Orbit schwebt.

Das ist bei dem Grundkonzept allerdings eine prinzipielle Schwierigkeit: der Anfang sieht Robur als Fokus, das Ende die Blobbies. Entweder wir wechseln zwischen den Perspektiven, was bedeutet, daß wir auf beiden Seiten identifikationsfähige Charaktere haben müssen, oder wir formulieren Anfang oder Ende so um, daß eine Ein-Personen-Perspektive über den ganzen Film hinweg erhalten bleibt.

Ich habe hier einen Wechsel der Perspektiven vorgezogen, weil es uns eine größere Bandbreite an Figuren und Emotionen verschafft. Robur allein wäre eine sehr traurige Gestalt: erst abgestürzt, dann abgeschossen. Ich glaube nicht, daß diese Vereinfachung die Geschichte trägt. Warum sollte der Zuschauer am Ende lachen, wenn dem Protagonisten nur Unheil widerfährt? Wie du schon gesagt hast, brauchen Gags einen Aufbau, der eine bestimmte Haltung beim Publikum erzeugt. Insofern ist schon die Frage interessant, wer dem Zuschauer sympathisch sein soll… in CJs Idee z.B. sind die Aliens keine Identifikationsfiguren, man versteht nicht ihre Handlungsweise, und Robur wird verschrottet - das finde ich nur deprimierend und nicht komisch.

Vollkommen richtig - der Schluß ist die einzige Überraschung in der Handlung. Daher hatte ich die beiden noch auszuarbeitenden Punkte mit Roburs Reparatur und den Umbauten der Blobbies offengelassen. Hier sollten ein paar visuelle Gags rein, die die Mitte des Films etwas auflockern. (Visuelle Gags, sight gags, arbeiten gut auch ohne anticipation.) Das kann man sicher ausbauen.

Timing ist absolut wichtig, ja, das fängt schon bei der Steigerung des Alarms in der Anfangsszene an. Ich würde auch gerne getimte Storyboards haben, wenn die Story steht - brauchen wir für die Musik sowieso.

Die 5 Minuten waren nur eine Richtschnur. Wir sollten die einzelnen Szenen nicht zu lange ausdehnen, nur so lang, daß der Zuschauer ein Gefühl für das Szenario entwickelt. Gerade die Reparaturszenen und sight gags sind im Grunde ein Schnitt nach dem anderen.

Wenn man tatsächlich die Zeiten notiert, neigt man auch dazu, das Timing zu überschätzen. Eine Sekunde kann ziemlich lang sein :wink:

Das dürfte stark von den Skills der Beteiligten abhängen. Mal sehen, wie die ersten Modellvorschläge ausfallen. Allein durch unsere Ressourcenbegrenzung haben wir als primären Stil “wenig Polygone”…

Über den Stil mache ich mir beim nächsten Film Sorgen :wink:

Zeitpläne sind zur Zeit noch kein Thema. Wenn’s länger dauert, dauert es eben länger, das kommt sicher auch darauf an, ob die Beteiligten alle nötigen Gebiete abdecken oder erst mal als “learner” an die Aufgaben gehen.

Im Falle meines Vorschlags gibt es den Konflikt zweimal, zuerst Roburs Reparaturen (Robur vs. Raumschiff), dann ein Übergang, in dem die Blobbies zu aktiven Elementen werden, dann den zweiten Konflikt, der Roburs Erwartungen gegen die Versuche der Blobbies ausspielt. Das Lösen des Konflikts (Roburs Pantomime) wird durch die Pointe kontrapunktiert.

Abwarten, ob vielleicht noch ganz andere Storyideen auftauchen…

gut, das wäre ein komplett anderer Vorschlag, eher in Richtung zynischer Kommentar als klassischer Cartoon. Da würde ich die Amiflagge dann aber weiter nach vorne verschieben, im Sinne von “ich mag abgestürzt sein, aber ich komme trotzdem als Eroberer”. Aber ist das eine sympathische Story? Oder anders gefragt, mit wem soll sich der Zuschauer identifizieren? Die Aliens sind nicht besonders nett, und Robur als amerikanischer Großkotz doch auch eine negativ besetzte Rolle.

Witzig wäre es dann, wenn die Aliens die Identifikationsfiguren wären und Robur die negative Rolle einnähme, und die Überraschung am Ende darin liegt, daß die vermeintlichen Primitiven den Eroberer schnell wieder loswerden. Dann paßt jedoch der Absturz am Anfang nicht ins Bild, und wir sind recht weit entfernt von Bukowskis Grundidee.

ich denke der grund für den absturz muss nicht erklärt werden,
das kommt in der sf raumfahrt genauso oft vor wie ein verkehrsunfall..
die amiflagge muss ja auch nicht sein, ich dachte dabei auch eher
an ein augenzwinkern:
moderne raumfahrt: robur steigt aus kann seine maschine nicht
reparieren weil er als roboter! dazu keine motivation
hat (wegwerfgesellschaft: das soll ironisch gemeint sein…
ausbau einer scheinwerferbirne von einem neuen e-klasse mercedes
kostet 200euro, weil teile des motors ausgebaut werden müssen!..
warum solls in der raumfahrt einfacher werden?)
…nachdem er mit den aliens geplaudert hat freut ersich
und legt er sich mit einen drink in den liegestuhl…
…
alternativ kann das ende auch so gehen:
robur fliegt weg
einer der beiden aliens dreht die hand um und hält ein herz in der hand
das herz hat die farbe und art des raumschiffs (sprich den motor)
und man sieht das raumschiff im all immer kleiner werden:
frage für den nächsten teil:
was hat robur nun an bord?

gruß cj

Hallo Cayrin und all die anderen,

zu allererst mal: ich find’s super, dass Du da mit solchem Elan rangehst und ich denke, dass es mit diesem Drehbuch durchaus möglich ist, die Geschichte durchzuziehen, egal, wie lange es letzten Endes dauert.

Das Drehbuch hat einen großen Vorteil: es funktioniert auch, wenn zwischendurch jemand abspringt oder sich wer neues beteiligen möchte, relativ schwarz sehe ich nur für den Fall, dass Du abspringst…

Deine Erwartungshaltung

Über den Stil mache ich mir beim nächsten Film Sorgen (…) Sowohl Ideen als auch die Story an sich müssen sich an das Primärziel halten: den Film überhaupt fertigzukriegen!
erscheint mir auch sehr vernünftig: allen Beteiligten sollte klar sein, dass das nur etwas relativ kleines wird, aber vielleicht ist’s ja der Grundstein für etwas größeres irgendwann.

Das dürfte stark von den Skills der Beteiligten abhängen…
(…) die Beteiligten alle nötigen Gebiete abdecken oder erst mal als “learner” an die Aufgaben gehen.

Ich persönlich gehe als “Learner” an die Sache, hoffe aber, dass sich eine möglichst interessante Mischung an Skills zusammen findet…

Etliches an dem Drehbuch ist flexibel genug, dass man je nach Fingerfertigkeit auch noch die ein oder andere Einstellung hinzufügen oder weglassen kann…

[Anmerkung: Keine der Umbauaktionen wird wirklich gezeigt, das wäre viel
zu kompliziert! Die Kamera ist immer “zufällig” gerade auf etwas anderes
gerichtet. Das macht den ersten Blick auf den Umbau auch zu einer größeren
Überraschung.]

ich könnte mir beispielsweise vorstellen, absolute Nahaufnahme, Schraubenschlüssel dreht Schraube, aber das sind Details…

Gefällt mir auch sehr gut, zumal ich es ablehnen würde, die Blobbies englisch sprechen zu lassen, allerdings besteht bei “unverständlicher Lautsprache” die Gefahr, dass es ins kindliche abdriftet…

Gruß
Bernhard

Hallo Bernhard,

das ist nicht “klein”, es ist schon ganz schön gross. Allein die Länge des Treatments verrät das.

Man könnte die Sache kürzen, indem man zunächst nur die Schlusszene erzeugt, sie ist ja auch der Witz an der Sache. Der Zuschauer kann an dem Gesamtbild sofort erkennen: “Aha, der ist abgestürzt, aha die helfen dem”.
Damit kann man sich auf den eigentlichen Gag konzentrieren, um den es geht, man kommt unter eine Minute und dann würde es immer noch gross genug sein.

Ist meine Meinung, ich muss es aber ja auch nicht machen.

Jens

P.S: Man könnte den Gag auch bauen, ohne das Dritte anwesend sind. Also der Roboter repariert sein Schiff allein und schiesst sich selbst ohne dieses in den Weltraum - Blick in die Kamera, Schultern hochziehen, Lochlende, ende.

…und im zweiten Teil knallen seine Teile auf einen anderen Planeten. Aus diesen Teilen bauen die Wesen dort ein Schiff, das sogar fliegt.

Hallo Cairyn und cj,

ich meine, man sollte zunächst einmal weglassen, was man nur weglassen kann. Das einzige, was hier nicht weggelassen werden kann (korrigiert mich!) ist der Schlussgag, daß der Roboter ohne Schiff hochgeschossen wird. Welche Minimalfilme sind denkbar, die diesen Gag optimal unterstützen? So würde ich mal rangehen, aber ich bin auch Physiker und neige zur Reduktion und Variablenvariation:

A) er schiesst sich selbst hoch (Die anderen Aliens sind ohnehin nur Projektionen seines inneren chaotischen Zustands)

B) die anderen schiessen ihn hoch.

C) er schiesst die anderen hoch, mit oder ohne Schiff

D) Alle fliegen zusammen hoch, aus versehen (und kommen wieder runter, weil zu schwer?)

E) Sie schiessen alle gemeinsam das leere Schiff hoch.

Habe ich Varianten übersehen?

Der Schlussgag in X-Varianten kann mehr für den Zuschauer bringen, als die lange Erzählung des Absturzes und die Einführung der Charaktere.

Jens

Hi.
Die Idee und die bisherige Beschreibung der Story gefällt mir sehr gut! Zu der Sprache der Blobbies: Ich wäre auch für so eine Art Lautsprache, etwas Unverständliches. Dies könnte man dann mit englischen Untertiteln gestalten, wie es bei Realfilmen auch oft gehandhabt wird wenn Fremdsprachen im Spiel sind. Wäre evtl. noch ein kleiner gag, wenn dieses unverständliche Geblubber der Blobbies am unteren Rand mit dem “Bright!”, “Shiny” etc. übersetzt wird.

Erny

andererseits hält einen die untertitel-leserei immer davon ab, sich den Film anzuschauen.