Punkt auf Kante schmelzen

Hallo

Folgendes Beispiel:


Ich habe die beiden unteren Rechtecke nacheinander nach oben extrudiert. Optisch liegen die markierten Punkte auf den Kanten. “Technisch” sind sie ja nicht mit ihnen verbunden. Wie kann ich nun bewirken, dass die beiden Quader tatsächlich miteinander verbunden sind, also sowas nicht möglich ist:

Kann es nicht besser ausdrücken. Hoffe es ist klar genug.
Danke.

Es wäre einfacher, dem höheren Quader in der richtigen Höhe, einen Edge-Loop hinzuzufügen und dann den niedrigeren Quader heraus zu extrudieren.

Moin

Ich weiß, dass es diese Möglichkeit auch gäbe.
Um bei diesem Beispiel zu bleiben:
Die Grundflächen der Quader sind zwei zusammenhängende Rechtecke. Wenn ich nach deinem Vorschlag handle, habe ich wieder zwei aufeinander liegende, nicht verbundene Flächen. Die Grundfläche und den Boden des seitlich extrudierten Quaders.
Wie gesagt handelt es sich hier um ein simples Beispiel. Mit geht es um das grundsätzliche Prinzip.

Gruß
Thomas

Welche weiteren Möglichkeiten gibt es noch?

Da es dir ums Prinzip geht: der Cut in Salamanders Vorschlag ist insofern richtig, als dass ein Punkt nur wieder mit einem Punkt verschmolzen werden kann, nicht mit einer Kante oder Fläche.
Doppelte, unverbundene Flächen kann man löschen, aber in diesem Beispiel wäre es noch einfacher, erst beide Grundflächen mit Gruppen erhalten auf die niedrigere Höhe zu extrudieren und dann die linke, höhere, auf die zweite Höhe zu extrudieren. Durch Gruppen erhalten entstehen dann auch keine doppelten Flächen.
Will man jedoch nachträglich Punkte an andere Objektteile binden, müssen dort ebenfalls Punkte vorhanden sein, wie eingangs schon erwähnt. Und meist hat man dann irgendwas doppelt.

Die linke extruditation (was ist denn das für ein Wort) mit dem Messer und snapping (und die tastenkombi für 45/90Grad schnitte weiss ich gad nicht) in der Seitenansicht auf der Höhe vom Rechten Ding durchschneiden, fertisch.

Dann hat man immer noch die innen liegenden, überflüssigen Polygone zu löschen und die Punkte zu verschmelzen. Deshalb ist die ganze Sache ja so umständlich.

Hallo

Und danke auf für die bisherigen Anregungen.

Ich bin halt nur Gelegenheitsnutzer. Im Moment beschäftige ich mich ebenfalls als Anfänger mit 3D Druck. Die Slicer-Software reagiert mit unter empfindlich auf “überflüssige” Polygone, Kanten etc. Daher beschäftige ich mich mit der Frage.
Eigentlich scheint mir die Fragestellung recht simpel (Zwei aufeinander liegende Polygone “vereinen”), und ich dachte Cinema bietet hier eine eingebaute Möglichkeit, mit der ich nicht vertraut bin. Scheint aber nicht so zu sein.

Als Fingerübung will ich mir quick&dirty einen Desktoporganiser bauen. Wenn ich nun die markierten Flächen nach oben extrudiere, weil ich diese Fläche doch dicker brauche, habe ich da zB das Problem, dass wieder zwei Polygone überflüssigerweise aufeinander liegen, um es weniger abstrakt zu diskutieren.
Mit ist klar, dass ich mit einem horizontalen Schnitt eine neue Kante/Punkte erzeugen kann usw. Hätte halt gedacht, dass Cinema da intelligenter ist.

Gruß
Thomas

Ne, da musst du einfach intelligenter sein.

3 „Gefällt mir“

Die Schweizer nun wieder. Aber es klingt sehr politisch!

… ziehst Du sie einfach nach oben, anstatt sie zu “extruditationieren” :smiley:

Btw, kann man sich sowas beim Spielen eingefangen?
Schuhe nicht ordentlich abgetreten? Ist das ansteckend??

Es ist wie immer: Man muss die Arbeitsweise des Systems kennen, um sinnvoll damit arbeiten zu können.
Wenn eine Fläche extrudiert wird, so liegt es nunmal in der Natur der Sache, dass alle Edges als Flächen neu generiert werden. Also einfach im Schema das Systems denken: Extrudiere die Flächen, welche Dir an den Edges neue Flächen generieren die Du brauchst.
In Deinem Fall also: entsprechende Cuts setzen und die so entstandenen Flächen seitlich “extrudinationieren”.
In Deinem letzten Bild könntest Du also die drei Flächen rechts auswählen, dort einen horizontalen Schnitt setzen und dann die benötigten Flächen nach rechts austragen.
Die schon bestehenden Polygone/Punkte rechts unten natürlich vorher löschen.


Auf der Front fehlt dem Ding übrigens noch eine Wandstärke…

Hallo

@ Kurt
Einfach nach oben ziehen gibt aber auch unschöne Kanten.

@maxen
Ist mir alles klar. Ich habe nach einer Möglichkeit in C4D gesucht/gefragt, die es offenbar leider nicht gibt. Ich fände es einfach “natürlich” wenn diese Möglichkeit bestünde.

Danke an alle. Für mich abgeschlossen.

“Extruditation” lol… außerhalb der Schweiz sagt man dazu ja “Extrusion” :smiley:

Ohne mich überhaupt noch einmischen zu wollen, weil das Ding von ner Grundfläche in 3 Schritten super easy extrudiert ist ohne diese ganze Verschmelzfummelei machen zu müssen eine ganz kleine (wichtige) Sache:

Das da macht man niemals unter keinen Umständen nicht:

Generell never ever ever. Und wenn du das Drucken lassen willst nochmal einmal never ever mehr :wink:

Aber ich konnte trotzdem bei der ganzen Extusionismus Diskussion nicht widerstehen kurz n Video zu machen. Das dauert ja n paar Sekündchen

Methode 1: Wie mans eigentlich macht. Und dann kann man nachher noch die Höhen locker verändern, wenn die Loops von vornherein da sind, wo sie hingehören. Und da du ja weisst was du modellieren willst, weiss du das doch eigentlich auch vorher?

Methode 2: Wenn mans schon kaputt gemacht hat fixt mans halt so, dauert auch nur wenige Sekündchen. Punkt schmelzen und ein zwei aufeinanderliegende Polys löschen dauert aber auch nur n paar Sekündchen. Aber ich wüsste im Leben nicht warum man die Flächen jemals getrennt voneinander extrudieren wollen würde…

Dir ging es ja um das grundsätzlich Prinzip, und das heisst nunmal: Korrekt modellieren. Hat mans einmal kaputtgemacht, muss mans halt reparieren. Ich würd nicht empfehlen irgendwie vorsätzlich aufeinanderliegende Polys zu erzeugen. Die bleiben nämlich ganz schnell da, wo sie sind, weil man sie irgendwann vergisst.

//youtu.be/LFn_c5Xf_8c

1 „Gefällt mir“

Ja, klar. Und?

Dann zieht man die Kanten halt mit hoch?

Der Vollständigkeit halber sei die “Optimieren”-Funktion erwähnt. Die entfernt überflüssige Punkte und “one- or two-point surfaces”.